Pallade Veneta - Verbraucherschützer gegen mögliches EU-Namensverbot für Veggie-Burger

Verbraucherschützer gegen mögliches EU-Namensverbot für Veggie-Burger


Verbraucherschützer gegen mögliches EU-Namensverbot für Veggie-Burger
Verbraucherschützer gegen mögliches EU-Namensverbot für Veggie-Burger / Foto: Cris BOURONCLE - AFP/Archiv

Veggie-Burger, -Würste und -Schnitzel: Verbraucherschützer haben sich gegen ein mögliches EU-Verbot solcher Bezeichnungen für vegetarische Fleischersatzprodukte ausgesprochen. Ein solcher Schritt "ergibt aus Verbrauchersicht wenig Sinn", erklärte die Lebensmittelbeauftragte der europäischen Verbraucherorganisation BEUC, Irina Popescu, am Donnerstag. Die Pläne stehen in der kommenden Woche vor einer vorläufigen Abstimmung im Europaparlament in Straßburg.

Textgröße ändern:

Die Abgeordneten stimmen am Dienstag über einen Antrag ab, mit dem sie sich für ein Verbot aussprechen würden: Nur wenn Fleisch enthalten ist, drüften Burger, Schnitzel und Würste auch so heißen. Die Abstimmung ist aber nicht endgültig: Das Parlament müsste im Anschluss noch mit den 27 EU-Staaten über die vorgeschlagene Gesetzesänderung verhandeln.

Die Verhandlungen im Europaparlament führt die Abgeordnete der französischen Konservativen, Céline Imart. Sie wolle mit ihrem Antrag einerseits dafür sorgen, dass die Bezeichnungen für Fleisch "den europäischen, den französischen Betrieben vorbehalten sind", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Außerdem seien die Bezeichnungen "irreführend für die Verbraucher".

Die Verbraucherorganisation BEUC widerspricht und verweist auf eigene Umfragen zu dem Thema. "Die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher ist über diese Begriffe nicht verwirrt", schreibt die BEUC-Expertin Popescu in einem am Donnerstag veröffentlichten Online-Beitrag. Wichtig sei aber, dass Fleischersatzprodukte "klar als vegetarisch oder vegan gekennzeichnet" seien. Popescu rief die EU-Gesetzgeber dazu auf, anstelle eines Namensverbots für eine klare Kennzeichnung zu sorgen.

Die Vorschläge für Veggie-Produkte sind ein Zusatz zu einer Gesetzesreform, mit der die EU die Stellung der Bauern in der Lieferkette verbessern will. Dabei geht es in unter anderem um schriftliche Verträge, die Bauern mehr Macht in Preisverhandlungen mit großen Supermarktketten geben sollen. Das Parlament legt am Dienstag seine Position zu den Vorschlägen fest, danach geht es in die Verhandlungen mit den EU-Staaten.

T.Galgano--PV

Empfohlen

"Bild am Sonntag": Rentenkommission will Rente mit 70 ab den 2090er-Jahren einführen

Das Reformpaket, das die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission am Dienstag vorstellen wird, sieht nach Informationen der "Bild am Sonntag" ("BamS") die Einführung der Rente mit 70 ab den 2090er-Jahren vor. Wie die "BamS" unter Berufung auf Informationen aus der Kommission berichtete, soll das Renteneintrittsalter ab 2032 an die erwartete Steigerung der Lebenserwartung gekoppelt werden. In den 2090er-Jahren würde dann die Rente mit 70 gelten.

"Der Fall Mette-Marit kann helfen": Lauterbach wirbt für Organspende-Reform

Der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet eine Neuregelung der Organspende noch in diesem Jahr: Die Chance auf eine Einführung der Widerspruchslösung in Deutschland sei gestiegen - auch wegen des öffentlichkeitswirksamen Falls der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, sagte der SPD-Politiker den Funke-Zeitungen vom Samstag: "Der Fall Mette-Marit kann uns dabei helfen."

Schiffstracker: Zahl der Durchfahrten durch Straße von Hormus wieder gesunken

Nach einem vorübergehenden starken Anstieg des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus am Vortag ist die Zahl der Durchfahrten am Freitag nach Daten eines Schiffstracking-Unternehmens wieder gesunken. Bis zum Abend passierten acht Handelsschiffe die Meerenge, gegenüber mindestens 25 am Donnerstag, wie das Unternehmen Kpler mitteilte. Die iranische Seefahrtsbehörde gab derweil bekannt, dass alle Schiffe, die die Straße von Hormus passieren wollen, 48 Stunden im Voraus einen Antrag stellen müssen.

O'Leary verlängert Vertrag an der Ryanair-Spitze bis 2032

Der für seine unverblümten Äußerungen bekannte Ryanair-Chef Michael O'Leary hat seinen Vertrag an der Spitze des Billigfliegers um fast sechs Jahre verlängert. Der Ryanair-Vorstand teilte am Freitag mit, er habe einen Vertrag abgeschlossen, wonach der 65-Jährige bis zum April 2032 Vorstandsvorsitzender bleiben soll. Der Vertragsverlängerung waren monatelangen Verhandlungen vorausgegangen.

Textgröße ändern: