Pallade Veneta - Zahl der an Demenz verstorbenen Menschen weiter gestiegen

Zahl der an Demenz verstorbenen Menschen weiter gestiegen


Zahl der an Demenz verstorbenen Menschen weiter gestiegen
Zahl der an Demenz verstorbenen Menschen weiter gestiegen / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Die Zahl der an Demenz verstorbenen Menschen in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent auf rund 62.000 Männer und Frauen gestiegen. Damit lag 2024 die Zahl der Demenztoten um 23,2 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Demenz in ihren unterschiedlichen Ausprägungen sei seit Jahren eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland.

Textgröße ändern:

Rund 89,1 Prozent der im Jahr 2024 an Demenz Verstorbenen waren den Angaben zufolge 80 Jahre und älter. Der Statistik zufolge erhöhte sich der Anteil der Männer etwas. Im Zehnjahresdurchschnitt stieg die Zahl der männlichen Demenztoten um 27,9 Prozent auf 21.247. Bei den Frauen erhöhte sich die Zahl der Demenztoten mit einem Plus um 20,8 Prozent auf 40.680 weniger stark - dennoch sterben damit weiterhin etwa doppelt so viele Frauen an Demenz.

Insgesamt starben der Statistik zufolge im Jahr 2024 in Deutschland rund 1,01 Millionen Menschen. Das waren zwei Prozent weniger als 2023, die Zahl der Sterbefälle sank das zweite Jahr in Folge. Bei den Todesursachen Herzinfarkt und Schlaganfall gab es mit einem Minus von 2,6 Prozent einen Rückgang, die Krankheiten der Kreislaufsysteme machten mit 339.212 Toten dennoch weiter den Hauptteil aus.

An bösartigen Neubildungen - dazu zählen sämtliche Krebsarten - starben 230.392 Menschen. Diese Zahl blieb praktisch unverändert im Vorjahresvergleich.

Nach Geschlechtern differenziert steht bei Männern die chronische ischämische Herzkrankheit an erster Stelle, gefolgt von Lungenkrebs und Herzinfarkt. Bei Frauen steht Demenz an erster Stelle, gefolgt von der chronischen ischämischen Herzkrankheit und Herzinsuffizienz.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

WTO-Verhandlungen ohne Ergebnis beendet - Zollmoratorium für Digitales läuft aus

Die Verhandlungen über eine Reform der Welthandelsorganisation (WTO) sind ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Nach viertägigen Beratungen in der kamerunischen Hauptstadt Jaunde endete die Konferenz in der Nacht zum Montag, ohne dass Reformschritte für die Organisation vereinbart wurden. Die Staaten konnten sich auch nicht darauf verständigen, das seit Jahren bestehende Zollmoratorium für digitalen Handel zu verlängern.

Kinder in sozialen Medien: Viele Eltern kaum über Aktivitäten informiert

Die Mediennutzung ihrer Kinder ist für viele Eltern eine Art Blackbox. Nach einer am Montag in Hannover veröffentlichten Forsa-Umfrage für die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) fühlen sich 20 Prozent der befragten Mütter und Väter schlecht darüber informiert, was ihr Kind im Internet anschaut, welche Spiele es spielt und was es in sozialen Netzwerken postet.

Campingplätze boomen: So viele Gästeübernachtungen wie noch nie im letzten Jahr

2025 haben so viele Menschen wie noch nie auf einem deutschen Campingplatz übernachtet. Die Zahl der Gästeübernachtungen auf Campingplätzen in Deutschland erreichte im vergangenen Jahr mit 44,7 Millionen einen Rekordstand, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Seit 2019 stiegen die Campingübernachtungen um 24,9 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die Plätze ein Plus von 4,2 Prozent.

Winzerinnen und Winzer in Deutschland produzieren 2025 weniger Wein

Angesichts regional hoher Niederschläge im September haben die Weinbaubetriebe in Deutschland im vergangenen Jahr weniger Wein und Most produziert. Die erzeugte Menge sank 2025 um 2,6 Prozent oder 200.900 Hektoliter auf 7,55 Millionen Hektoliter Wein und Most, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Gut zwei Drittel der Weine waren demnach Weißweine, ein Drittel Rotwein sowie Roséwein und Rotling.

Textgröße ändern: