Pallade Veneta - UN-Gremium kritisiert Frankreichs Umgang mit minderjährigen Einwanderern

UN-Gremium kritisiert Frankreichs Umgang mit minderjährigen Einwanderern


UN-Gremium kritisiert Frankreichs Umgang mit minderjährigen Einwanderern
UN-Gremium kritisiert Frankreichs Umgang mit minderjährigen Einwanderern / Foto: Christophe ARCHAMBAULT - AFP/Archiv

Ein UN-Gremium hat Frankreichs Umgang mit minderjährigen unbegleiteten Einwanderern scharf kritisiert. Die Rechte von Kindern, die ohne ihre Familie nach Frankreich kommen, würden "systematisch schwer verletzt", heißt es in einem am Donnerstag in Genf veröffentlichten Bericht des UN-Ausschusses für Kinderrechte.

Textgröße ändern:

Die Autoren bemängeln inbesondere die zweifelhaften Verfahren zur Überprüfung des Alters von jungen Menschen, die sich als minderjährig bezeichnen. Diese basierten häufig auf der äußeren Erscheinung oder auf fragwürdigen medizinischen Untersuchungen ohne die Anwesenheit einer Vertrauensperson oder eines Anwalts.

Dies führe dazu, dass "eine große Zahl" junger Migranten als Erwachsene eingestuft und behandelt werden. "Sie sind gezwungen, auf der Straße, in Parks oder Lagern zu leben, haben nicht genug zu essen, keinen Zugang zu Trinkwasser, keine medizinische Versorgung und können nicht in die Schule gehen", heißt es in dem Bericht des Gremiums, dem 18 Experten angehören. Die Minderjährigen seien zudem dem Risiko des Menschenhandels, des Missbrauchs und der Gewalt ausgesetzt.

Am Ende der oft bis zu acht Monate dauernden Verfahren zur Überprüfung des Alters würden 50 bis 80 Prozent dann doch als minderjährig anerkannt. Das Gremium appelliert daher an Frankreich, die jungen Menschen so lange als Kinder zu behandeln, bis abschließend geklärt ist, ob sie volljährig sind oder nicht.

O.Merendino--PV

Empfohlen

WTO-Verhandlungen ohne Ergebnis beendet - Zollmoratorium für Digitales läuft aus

Die Verhandlungen über eine Reform der Welthandelsorganisation (WTO) sind ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Nach viertägigen Beratungen in der kamerunischen Hauptstadt Jaunde endete die Konferenz in der Nacht zum Montag, ohne dass Reformschritte für die Organisation vereinbart wurden. Die Staaten konnten sich auch nicht darauf verständigen, das seit Jahren bestehende Zollmoratorium für digitalen Handel zu verlängern.

Kinder in sozialen Medien: Viele Eltern kaum über Aktivitäten informiert

Die Mediennutzung ihrer Kinder ist für viele Eltern eine Art Blackbox. Nach einer am Montag in Hannover veröffentlichten Forsa-Umfrage für die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) fühlen sich 20 Prozent der befragten Mütter und Väter schlecht darüber informiert, was ihr Kind im Internet anschaut, welche Spiele es spielt und was es in sozialen Netzwerken postet.

Campingplätze boomen: So viele Gästeübernachtungen wie noch nie im letzten Jahr

2025 haben so viele Menschen wie noch nie auf einem deutschen Campingplatz übernachtet. Die Zahl der Gästeübernachtungen auf Campingplätzen in Deutschland erreichte im vergangenen Jahr mit 44,7 Millionen einen Rekordstand, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Seit 2019 stiegen die Campingübernachtungen um 24,9 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die Plätze ein Plus von 4,2 Prozent.

Winzerinnen und Winzer in Deutschland produzieren 2025 weniger Wein

Angesichts regional hoher Niederschläge im September haben die Weinbaubetriebe in Deutschland im vergangenen Jahr weniger Wein und Most produziert. Die erzeugte Menge sank 2025 um 2,6 Prozent oder 200.900 Hektoliter auf 7,55 Millionen Hektoliter Wein und Most, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Gut zwei Drittel der Weine waren demnach Weißweine, ein Drittel Rotwein sowie Roséwein und Rotling.

Textgröße ändern: