Pallade Veneta - Agrarminister Rainer: Lockerung von EU-Abhholzungsgesetz geht nicht weit genug

Agrarminister Rainer: Lockerung von EU-Abhholzungsgesetz geht nicht weit genug


Agrarminister Rainer: Lockerung von EU-Abhholzungsgesetz geht nicht weit genug
Agrarminister Rainer: Lockerung von EU-Abhholzungsgesetz geht nicht weit genug / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat den Vorschlag der EU-Kommission für deutliche Lockerungen des Gesetzes gegen Abholzung als nicht ausreichend kritisiert. Die Vorgaben würden weiterhin zu viel Bürokratie schaffen, erklärte Rainer am Dienstagabend. Er forderte eine "grundlegende Überarbeitung".

Textgröße ändern:

Das EU-Gesetz für entwaldungsfreie Lieferketten verbietet den Verkauf von Produkten, deren Anbaugebiete nach 2020 abgeholzt wurden. Neben Kaffee, Kakao und Palmöl gilt dies auch für Soja, Kautschuk und Rindfleisch. Unternehmen sollen die Einhaltung mit Hilfe von satellitengestützten Ortsdaten in den Anbauländern sicherstellen und an Brüssel berichten.

Das Gesetz gilt bereits, die Vorschriften greifen aber noch nicht. Auch wegen des von Waldbesitzern und Unternehmen befürchteten hohen Verwaltungsaufwandes war dies bereits verschoben worden. Am Dienstag schlug die EU-Kommission vor, die Umsetzung für kleinere Unternehmen weiter zu verschieben und über eine Neuregelung zahlreiche Unternehmen gänzlich aus der Verantwortung zu nehmen.

Rainer fordert wie weitere EU-Länder und die Waldbesitzer in Deutschland aber, dass ganze Länder als "risikofrei" eingestuft werden. Das sei die wichtigste Forderung und sie sei im Vorschlag der Kommission nicht enthalten, kritisierte der Minister. "In Deutschland gibt es keine Entwaldung, das muss sich in der Verordnung auch widerspiegeln."

Das Gesetz sieht in seiner aktuellen Form drei verschiedene Risiko-Kategorien vor. Alle EU-Länder werden einem niedrigen Risiko zugeordnet, Unternehmen müssen also weniger Informationen an die Kommission liefern. Die Brüsseler Behörde hält es für höchst kompliziert, eine Nullrisiko-Kategorie im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) zu schaffen.

Rainer kritisierte außerdem, dass die Vorschriften nur für kleinere Unternehmen erneut verschoben werden sollen. Insgesamt sei der Vorschlag "nicht akzeptabel und muss dringend überarbeitet werden". Wirtschaftsverbände äußerten sich ähnlich, die Bauwirtschaft etwa forderte eine Aussetzung des Gesetzes. Umweltschützer hingegen warnten, dass bereits der Vorschlag der EU-Kommission die Entwaldungsverordnung aushöhle.

B.Cretella--PV

Empfohlen

Weißes Haus entfernt Trump-Video mit Obamas als Affen nach Aufschrei

Nach einem öffentlichen Aufschrei ist ein Video auf der Onlineplattform Truth Social von US-Präsident Donald Trump wieder entfernt worden, in dem der frühere Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle als Affen verunglimpft werden. Das Weiße Haus erklärte am Freitag, ein Mitarbeiter habe den Beitrag "irrtümlich veröffentlicht". Politiker der oppositionellen Demokraten wie auch von Trumps Republikanern hatten den Clip als "rassistisch" verurteilt.

Weißes Haus: Trump-Video mit Obamas als Affen nach Aufschrei entfernt

Nach einem öffentlichen Aufschrei ist ein Video auf der Onlineplattform Truth Social von US-Präsident Donald Trump wieder entfernt worden, in dem der frühere Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle als Affen dargestellt werden. Das Weiße Haus erklärte am Freitag, ein Mitarbeiter habe den Beitrag "irrtümlich veröffentlicht". Politiker der oppositionellen Demokraten wie auch von Trumps Republikanern hatten den Clip als "rassistisch" verurteilt.

Nach Verhandlungen im Oman: Iran kündigt Fortsetzung der Atomgespräche mit den USA an

Der Iran hat nach dem Abschluss der seit Monaten ersten Atomgespräche mit den USA im Oman eine Fortsetzung der Verhandlungen angekündigt. Außenminister Abbas Araghtschi wertete das Gesprächsklima in Omans Hauptstadt Maskat am Freitag als "sehr positiv". Bei den Treffen hatten die Delegationen der verfeindeten Staaten nicht direkt miteinander konferiert, sondern über Vermittler des Oman. Die US-Regierung verkündete indessen neue Sanktionen gegen iranische Ölexporte.

Härtefallfonds: Nur 2700 Rentner mit verlorenen DDR-Ansprüchen bekamen Geld

Nur rund 2700 Rentnerinnen und Rentner mit verlorenen Ansprüchen aus der DDR haben Geld aus einem entsprechenden Härtefallfonds bekommen. Dies geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine schriftliche Frage der Linken-Abgeordneten Sarah Vollath hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag. Demnach erhielten 2739 Menschen eine Zahlung der Stiftung Härtefallfonds.

Textgröße ändern: