Pallade Veneta - Bahnchefin Palla drückt bei Umbau des Konzerns aufs Tempo

Bahnchefin Palla drückt bei Umbau des Konzerns aufs Tempo


Bahnchefin Palla drückt bei Umbau des Konzerns aufs Tempo
Bahnchefin Palla drückt bei Umbau des Konzerns aufs Tempo / Foto: Christoph Soeder - POOL/AFP

Die neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn (DB), Evelyn Palla, drückt beim geplanten Umbau des Konzerns aufs Tempo. Im Dezember solle das Konzept dafür fertig sein, "im Januar werden wir mit dem Umbau beginnen", sagte Palla am Donnerstag vor Journalisten in Berlin. "Das Tempo ist ganz, ganz wesentlich". 2026 werde "das Jahr des Umbaus".

Textgröße ändern:

Palla hat bereits angekündigt, sie wolle den Konzern "auf links drehen". Sie bekräftigte am Donnerstag: "Wir brauchen den Aufbruch in eine neue Ära." Sie will - wie als Chefin der DB-Tochter Regio erfolgreich gezeigt - stark auf dezentrale Entscheidungen setzen. Im Fernverkehr brauche es dafür andere Maßnahmen als im Regionalverkehr, denn er sei "per se zentral". Klar sei aber bereits, dass es mehr "unternehmerische Verantwortung" in den Geschäftsfeldern geben müsse.

In der Konzernleitung will Palla Bürokratie abbauen und Strukturen, "die wir nicht brauchen". Zahlen etwa dazu, wieviele Stellen wegfallen könnten, wollte sie zunächst noch nicht nennen.

Die neue Bahn-Chefin räumte ein, dass der Umbau Zeit brauche: Die DB sei ein "großer Tanker, das geht nicht von heute auf morgen".

Dennoch sollen die Kunden der Bahn rasch Verbesserungen spüren: Wie bereits angekündigt sollen dies Sofortprogramme für mehr Sicherheit auf den Bahnhöfen, mehr Komfort im Fernverkehr und eine bessere Kundeninformation bringen. So soll Fahrgästen ein digitaler "Baustellen-Melder" zur Verfügung stehen, um die Reise besser zu planen, und Baustellen sollen besser als bisher im DB Navigator integriert sein.

Schnelle sichtbare Verbesserungen seien auch wichtig für die Beschäftigten der Bahn, betonte Palla. Sie müssten sehen, "dass sich etwas verändert".

An dem von ihrem Vorgänger Richard Lutz begonnenen Konzept der sogenannten Korridorsanierungen will Palla festhalten. Bis 2036 sollen insgesamt 42 stark befahrene Strecken komplett erneuert und dafür monatelang komplett gesperrt werden.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Beschleunigter Glasfaserausbau: Recht auf Anschluss soll ausgeweitet werden

Bewohner von Mehrfamilienhäusern, die an das Glasfasernetz für schnelles Internet angeschlossen werden möchten, sollen dies nach Vorstellung von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) künftig einfacher durchsetzen können. Ziel sei es, "Glasfaser bis in jedes Gebäude und jede Wohnung zu bringen", erklärte Wildberger. Ein am Mittwoch verabschiedeter Gesetzesentwurf sieht insbesondere vor, dass die Gebäudeeigentümer den Anschluss nicht mehr verhindern können.

Iran-Krieg: US-Inflation steigt im Mai auf 4,2 Prozent

Der Ölpreisschock im Iran-Krieg hat die Verbraucherpreise in den USA weiter in die Höhe getrieben. Die Inflation stieg im Mai um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Das war der höchste Stand in rund drei Jahren. Im April hatte die Inflation noch bei 3,8 Prozent gelegen.

Bundesregierung strebt europäische Nachfolge für FCAS-Kampfjet an

Nach dem Ende des deutsch-französischen Kampfjet-Projekts FCAS strebt die Bundesregierung eine europäische Nachfolgelösung an. Vizeregierungssprecher Steffen Mayer betonte am Mittwoch in Berlin, "dass wir ein Interesse an europäischen Lösungen haben". Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht: "Wir werden jetzt intern in der Regierung, aber auch mit unseren Partnern in Frankreich, auch im europäischen Kontext und sicherlich auch mit der Industrie beraten, welchen Weg wir hier weiter einschlagen."

Bundesregierung will Luftverkehr fördern - Branche fordert weniger Kosten

Die Bundesregierung will den Luftverkehr in Deutschland fördern. Das Kabinett in Berlin verabschiedete am Mittwoch eine neue Luftfahrtstrategie, die das Ziel formuliert, "Deutschland als führende Luftfahrtnation zu positionieren, die ökonomisch und technologisch wettbewerbsfähig, souverän, resilient und nachhaltig ist", wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Demnach sollen die Standortbedingungen für Luftfahrtunternehmen verbessert werden - "allen voran die Kosten".

Textgröße ändern: