Pallade Veneta - Gespräche mit Lufthansa ergebnislos: Pilotengewerkschaft berät wieder über Streiks

Gespräche mit Lufthansa ergebnislos: Pilotengewerkschaft berät wieder über Streiks


Gespräche mit Lufthansa ergebnislos: Pilotengewerkschaft berät wieder über Streiks
Gespräche mit Lufthansa ergebnislos: Pilotengewerkschaft berät wieder über Streiks / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

Nach weiteren ergebnislosen Gesprächen mit der Lufthansa will die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) in der kommenden Woche über mögliche Streiks beraten. Die Tarifkommission werde die Lage neu bewerten und die weitere Vorgehensweise besprechen, teilte VC am Freitag mit. Die Mitglieder der Gewerkschaft hatten in einer Urabstimmung bereits für Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt - die Gewerkschaft führte in den vergangenen Tagen aber weitere Gespräche mit Lufthansa.

Textgröße ändern:

VC und Lufthansa hatten bis Anfang September in sieben Runden erfolglos über die betriebliche Altersvorsorge für die Piloten der Kernmarke des Konzerns, Lufthansa Classic, sowie die Frachtsparte Lufthansa Cargo verhandelt. Die Gewerkschaft erklärte die Verhandlungen dann für gescheitert und rief zu einer Urabstimmung über Arbeitskampfmaßnahmen auf. Ende September lag das eindeutige Ergebnis vor, seitdem sind die Piloten formell streikbereit.

"Doch dann öffnete sich ein Fenster für Gespräche auch zu anderen Themen", erläuterte VC-Chef Andreas Pinheiro am Freitag. "Um jedwede Lösungsräume auszuloten, sind wir mit der Arbeitgeberseite in Vorgespräche eingetreten."

Im Lufthansa-Konzern, zu dem eine Reihe weiterer Airlines wie Brussels, Austrian, Swiss und Eurowings gehören, wird seit geraumer Zeit auch über die Arbeitsbedingungen gestritten. Arbeitnehmervertreter werfen der Konzernleitung vor, mit der Gründung neuer Airlines bewusst bestehende Tarifsysteme zu untergraben.

Die "Vorgespräche" der vergangenen Tage drehten sich laut Pinheiro auch um diesen Streit. Doch die Lufthansa sei nicht zu "umfassenden Gesprächen" bereit gewesen. Nun konzentriere sich VC wieder ausschließlich auf die Altersvorsorge, erklärte der Sprecher der Tarifkommission, Arne Karstens. Hier liege aber "bis heute kein Angebot vor, das auch nur ansatzweise auf diese eingeht".

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Kabinett: Autobahn GmbH soll künftig Kredite aufnehmen können

Die staatliche Autobahn GmbH soll künftig Kredite aufnehmen können. Einen entsprechenden Entwurf von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für eine neue Finanzierungsstruktur segnete das Bundeskabinett am Mittwoch ab. Damit würden "notwendige Sanierungen und wichtige Neubauprojekte verlässlicher und schneller umgesetzt", erklärte Bilger. "Ab 2027 wird die Autobahn GmbH begrenzt kreditfähig, ab 2028 erhält sie einen Anteil aus der Lkw-Maut." Auch soll künftig verstärkt privates Kapital zum Einsatz kommen können.

Rubio: Iran kontrolliert Straße von Hormus nicht mehr vollständig

Der Transport von Öl durch die seit Monaten vom Iran blockierte Straße von Hormus hat sich nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio wieder weitgehend normalisiert. "Es wird derzeit fast genauso viel Öl durch sie hindurch geschleust wie vor Beginn dieses Konflikts. Sie haben also die vollständige Kontrolle über die Meerenge verloren", sagte Rubio am Mittwoch bei einem Besuch in der griechischen Hauptstadt Athen.

Mehr Schutz für Opfer digitaler Gewalt: Kabinett beschließt Gesetz

Die Herstellung pornografischer Deepfakes und andere Formen digitaler Gewalt sollen künftig geahndet werden können. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch einen Gesetzentwurf, mit dem entsprechende Strafbarkeitslücken geschlossen werden sollen. Dabei geht es vor allem um bildbasierte sexualisierte Gewalt wie das Herstellen und Verbreiten von sexualisierten Deepfakes oder das heimliche Herstellen intimer Bildaufnahmen, zum Beispiel in der Sauna.

Ryanair stellt Betrieb am Flughafen Bremen ein

Der irische Billigflieger Ryanair zieht sich von einem weiteren Standort in Deutschland zurück: Die Fluggesellschaft stelle den Betrieb am Flughafen Bremen ein, erkläre die Landesregierung der Hansestadt am Mittwoch. Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) warf dem Unternehmen vor, in den Verhandlungen über die Flughafengebühren überzogene Forderungen gestellt zu haben.

Textgröße ändern: