Pallade Veneta - Trotz Fangverboten: Deutsche Ostsee-Fischer dürfen weiter Hering fischen

Trotz Fangverboten: Deutsche Ostsee-Fischer dürfen weiter Hering fischen


Trotz Fangverboten: Deutsche Ostsee-Fischer dürfen weiter Hering fischen
Trotz Fangverboten: Deutsche Ostsee-Fischer dürfen weiter Hering fischen / Foto: Alessandro RAMPAZZO - AFP/Archiv

Die deutschen Ostsee-Fischer dürfen trotz weitreichender Fangverbote im kommenden Jahr weiter geringe Mengen Hering fischen. Auf Drängen Deutschlands einigten sich die EU-Landwirtschaftsministerinnen und -minister am Dienstag in Luxemburg nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums darauf, die entsprechende Ausnahme für kleine Küstenfischer mit speziellem Fanggerät beizubehalten. Die Fischbestände in der Ostsee sind bedroht, die EU schränkt die erlaubten Fangmengen deshalb ein.

Textgröße ändern:

Die EU-Kommission setzt sich seit mehreren Jahren dafür ein, die erlaubten Mengen zu senken und Ausnahmen abzuschaffen, konnte sich damit bislang aber nicht durchsetzen. Auch eine Ausnahme für Hobby-Angler bleibt bestehen: Sie dürfen weiterhin einen herangezogenen und in der Ostsee ausgesetzten Lachs pro Tag aus dem Meer ziehen.

Mit Ausnahme der Küstenfischer ist Hering in der für Deutschland relevanten westlichen Ostsee nur als Beifang erlaubt - das sind Fische, die unerwünscht ins Netz gehen und dabei häufig verenden. Für Dorsch gilt in der gesamten Ostsee ein Fangverbot. Die EU legt für den Beifang ebenfalls Quoten fest, diese sollen nach Angaben des dänischen Landwirtschaftsministers Jacob Jensen im kommenden Jahr gleich bleiben.

Die EU-Staaten lehnten damit einen Großteil der Empfehlungen der EU-Kommission ab. Brüssel hatte auf Basis der Daten des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) eine deutlichere Einschränkung der der Fangquoten gefordert.

Für die verschiedenen Bereiche des Meeres gelten unterschiedliche Fangquoten. Im Gegensatz zu den westlichen Gebieten ist die Heringsfischerei in der zentralen Ostsee, in der Rigaer Bucht und im Bottnischen Meerbusen erlaubt.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

US-Prozess zu Social-Media-Sucht beginnt mit Eröffnungsplädoyers in Los Angeles

In den USA hat ein womöglich wegweisender Prozess gegen mehrere Internetriesen wegen des Vorwurfs der Förderung von Social-Media-Sucht begonnen. Die Anwälte der gegnerischen Seiten hielten am Montag ihre Eröffnungsplädoyers vor einer Geschworenenjury in Los Angeles. Der Anwalt der Klägerseite, Mark Lanier, warf Meta und Youtube beim Prozessauftakt vor, sie hätten bei minderjährigen Nutzern "Sucht erzeugt".

Frankreichs Zentralbankchef Villeroy de Galhau tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat überraschend seinen vorzeitigen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen und anschließend ehrenamtlich einer Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche vorstehen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, zollte ihm "großen Respekt". Sie lobte seinen "Sinn für Realität, verbunden mit europäischen Überzeugungen".

"Französische Lebensart": Macron will Wein-Exporte steigen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Zollkrise mit den USA und den Folgen des Klimawandels auf die Weinproduktion zu einem verstärkten Export französischer Weine aufgerufen. "Wir verteidigen französischen Wein als Bestandteil der französischen Lebensart", sagte Macron bei der Eröffnung der internationalen Fachmesse Wine Paris in der französischen Hauptstadt am Montag. "Frankreich ist das Land des Weins. Darauf müssen wir stolz sein", fügte er hinzu.

Frankreichs Zentralbankchef tritt zurück

Frankreichs Zentralbankchef François Villeroy de Galhau hat seinen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Anfang Juni räumen, erklärte Villeroy de Galhau am Montag in einer Mitteilung der Zentralbank. Die Ankündigung ist überraschend, das Mandat des Gouverneurs der Banque de France endet erst Ende des kommenden Jahres. Nähere Angaben zu seinen Gründen machte der 66-Jährige nicht.

Textgröße ändern: