Pallade Veneta - Vermögensbarometer: "Optimismus kehrt zurück" - Jüngere besonders zuversichtlich

Vermögensbarometer: "Optimismus kehrt zurück" - Jüngere besonders zuversichtlich


Vermögensbarometer: "Optimismus kehrt zurück" - Jüngere besonders zuversichtlich
Vermögensbarometer: "Optimismus kehrt zurück" - Jüngere besonders zuversichtlich / Foto: PHILIPPE HUGUEN - AFP

Trotz verbreiteter Krisenstimmung blicken die Bundesbürgerinnen und Bundesbürger einer Umfrage zufolge wieder optimistischer auf ihr finanzielle Lage. 41 Prozent der Befragten geben an, dass es ihnen finanziell gut oder sogar sehr gut geht, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) hervorgeht. Im vergangenen Jahr hatten dies noch 38 Prozent gesagt, 2023 gar nur 34 Prozent.

Textgröße ändern:

"Der Optimismus kehrt zurück - und das in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld“, erklärte DSGV-Präsident Ulrich Reuter in Berlin. "Die Menschen spüren, dass sie durch eigenes Handeln etwas bewirken können."

Getragen wird die steigende Zuversicht demnach vor allem von den Jüngeren: 71 Prozent der 16- bis 29-Jährigen sind der Umfrage zufolge davon überzeugt, dass es ihnen in zwei Jahren finanziell besser gehen wird. Nur sieben Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

Bei den über 60-Jährigen erwarten hingegen 32 Prozent der Befragten eine Verschlechterung ihrer finanziellen Situation in den kommenden zwei Jahren; lediglich 14 Prozent gehen von einer Verbesserung aus. Auf alle Altersgruppen bezogen rechnen 37 Prozent mit einer Verbesserung ihrer Lage und 22 Prozent mit einer Verschlechterung.

Für das aktuelle Vermögensbarometer, das der DSGV bereits seit 2005 regelmäßig erheben lässt, wurden im Juli dieses Jahres deutschlandweit rund 4800 Menschen ab 16 Jahren zu Geld und Finanzen befragt.

Aus der diesjährigen Erhebung geht nach Angaben des DSGV auch hervor, dass 63 Prozent der Menschen in Deutschland aktiv für ihr Alter vorsorgen oder dies planen - zwei Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Auch Wertpapiere gewinnen demnach an Bedeutung, wenngleich auf niedrigerem Niveau: 28 Prozent der Menschen in Deutschland besitzen aktuell Wertpapiere, mehr als die Hälfte hatte hingegen noch nie ein Depot.

Ein zentrales Hemmnis bleibt laut Studie das fehlende Wissen über Finanz- und Kapitalmarktthemen. Mehr als zwei Drittel sagen, dass sie sich mit Geldanlage an den Kapitalmärkten nicht gut auskennen. Der Zugang zu Kapitalmärkten sei keine Frage des Einkommens, sondern vielmehr "eine Frage der Bildung, der Transparenz und der Begleitung", erklärte Reuter. Finanzbildung müsse "fester Bestandteil unseres Alltags sein", forderte er.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Schiffstracker: Zahl der Durchfahrten durch Straße von Hormus wieder gesunken

Nach einem vorübergehenden starken Anstieg des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus am Vortag ist die Zahl der Durchfahrten am Freitag nach Daten eines Schiffstracking-Unternehmens wieder gesunken. Bis zum Abend passierten acht Handelsschiffe die Meerenge, gegenüber mindestens 25 am Donnerstag, wie das Unternehmen Kpler mitteilte. Die iranische Seefahrtsbehörde gab derweil bekannt, dass alle Schiffe, die die Straße von Hormus passieren wollen, 48 Stunden im Voraus einen Antrag stellen müssen.

O'Leary verlängert Vertrag an der Ryanair-Spitze bis 2032

Der für seine unverblümten Äußerungen bekannte Ryanair-Chef Michael O'Leary hat seinen Vertrag an der Spitze des Billigfliegers um fast sechs Jahre verlängert. Der Ryanair-Vorstand teilte am Freitag mit, er habe einen Vertrag abgeschlossen, wonach der 65-Jährige bis zum April 2032 Vorstandsvorsitzender bleiben soll. Der Vertragsverlängerung waren monatelangen Verhandlungen vorausgegangen.

EU-Gipfel offenbart Differenzen bei Haushalt und Verhandlungen mit Russland

Beim EU-Gipfel sind bezüglich des künftigen EU-Haushalts und der Vorgehensweise bei möglichen Verhandlungen mit Russland deutliche Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten zutage getreten. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erhöhte im Anschluss an das zweitägige Treffen am Freitag in Brüssel den Druck in den Haushaltsverhandlungen und forderte einen "akzeptablen" Budgetvorschlag. EU-Ratspräsident António Costa verteidigte derweil die Aufnahme diplomatischer Kontakte mit Moskau gegen Kritik.

Merz erhöht in EU-Haushaltsverhandlung den Druck: Brauchen "akzeptablen" Vorschlag

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beim EU-Gipfel in Brüssel den Druck in den Haushaltsverhandlungen deutlich erhöht. Der derzeitige Entwurf eines mehrjährigen EU-Haushalts "ist aus deutscher Sicht unbezahlbar und auch unausgewogen", sagte Merz am Freitag in Brüssel. Irland, das am 1. Juli die rotierende EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, müsse nun einen "akzeptablen" Vorschlag präsentieren.

Textgröße ändern: