Pallade Veneta - Mehr psychische Erkrankungen: Bundesschülerkonferenz sieht Handlungsbedarf

Mehr psychische Erkrankungen: Bundesschülerkonferenz sieht Handlungsbedarf


Mehr psychische Erkrankungen: Bundesschülerkonferenz sieht Handlungsbedarf
Mehr psychische Erkrankungen: Bundesschülerkonferenz sieht Handlungsbedarf / Foto: YELIM LEE - AFP/Archiv

Die Bundesschülerkonferenz fordert wegen zunehmender psychischer Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen die Politik zum Handeln auf. "Wir erleben eine Krise der mentalen Gesundheit unter jungen Menschen", heißt es in einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten Kampagne. Immer mehr Kinder und Jugendliche würden unter Angststörungen, Depressionen, Selbstverletzungen und Essstörungen leiden.

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Die Bundesschülerkonferenz verweist auf das Deutsche Schulbarometer, wonach sich 21 Prozent der Schülerinnen und Schüler als psychisch belastet bezeichnen. Zugleich mangele es an entsprechender Unterstützung in der Schule. Prävention bei jungen Menschen sei aber "nicht nur eine Frage von Fürsorge, sondern auch eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes". Die Bundesschülerkonferenz betont: "Jede vermiedene Erkrankung spart langfristig immense Kosten – und erhält die Leistungsfähigkeit der kommenden Generation."

Die Vertretung der Schülerinnen und Schüler fordert daher mehr Personal für die Schulsozialarbeit und den schulpsychologischen Dienst sowie entsprechende Fortbildungen für die Lehrkräfte. Eine weitere Forderung betrifft "bessere Schulstrukturen": Konkret stellt sich die Bundesschülerkonferenz hier unter anderem eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler, mehr Pausen und gute Ganztagsmodelle vor.

Mit den ökonomischen Auswirkungen der psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern befasste sich auch das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. "Kommt es bei Kindern und Jugendlichen zu psychischen Problemen, kann dies die öffentlichen Haushalte auf verschiedene Weise belasten", heißt es in der ebenfalls am Donnerstag veröffentlichten Analyse. Zu nennen seien hier die Kosten für die medizinische Betreuung, aber auch die geringeren Einnahmen aus Steuern und Sozialabgaben, wenn die Betroffenen sich später schlechter am Arbeitsmarkt positionieren.

"So stellen viele Maßnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen für die öffentlichen Haushalte auf längere Sicht eine lohnenswerte Investition dar", hält das IW fest. Die Forschenden sehen deshalb ebenfalls Handlungsbedarf: Vor allem sollte die medizinische Versorgung junger Menschen verbessert werden.

N.Tartaglione--PV

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