Pallade Veneta - Bundesregierung: Stahlgipfel im Kanzleramt am Donnerstag

Bundesregierung: Stahlgipfel im Kanzleramt am Donnerstag


Bundesregierung: Stahlgipfel im Kanzleramt am Donnerstag
Bundesregierung: Stahlgipfel im Kanzleramt am Donnerstag / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Um über die Zukunft der schwächelnden Stahlindustrie in Deutschland zu sprechen, lädt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag zu einem "Stahlgipfel" ins Kanzleramt ein. Dabei soll es um "Lösungen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie Zukunftsperspektiven der deutschen Stahlindustrie" gehen, wie der stellvertretende Regierungssprecher, Steffen Meyer, am Freitag in Berlin sagte. Die Bundesregierung setze sich "mit großem Nachdruck dafür ein, die eigenständige deutsche Stahlindustrie zu erhalten und zukunftsfähig zu machen".

Textgröße ändern:

Die Stahlindustrie hierzulande stehe "sehr, sehr stark unter Druck", betonte Meyer. Eine Rolle spielen dem Sprecher zufolge dabei unter anderem die Energiekosten für die Stahlproduktion und die weltweiten Handelsbeziehungen. Über diese Themen solle am Donnerstag geredet werden.

Ziel des Gipfels sei es, sich auf einen strategischen Weg zu machen, "wie wir die Stahlindustrie schützen und stärken", betonte Meyer. Angesetzt sind für die Gespräche rund 90 Minuten: Der Beginn ist für 12.00 Uhr geplant, die Pressestatements im Anschluss für 13.40 Uhr.

Neben Branchenvertretern und dem Kanzler nehmen für die Bundesregierung Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), Arbeitsministerin Bärbel Bas und Umweltminister Carsten Schneider (beide SPD) teil. Im Kanzleramt dabei sind zudem Ministerpräsidentinnen und -präsidenten aus Bundesländern mit Stahlindustrie - laut Meyer unter anderem jene aus dem Saarland, Nordrhein Westfalen, Niedersachsen und Brandenburg.

Die deutsche Stahlindustrie leidet unter billiger Konkurrenz vor allem aus Asien. Zugleich ist die Umstellung der höchst energieintensiven Stahlproduktion auf grüne Energie sehr teuer.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Aufschwung im Baugewerbe - auch Industrieproduktion im August leicht im Plus

Die Produktion im Baugewerbe hat im August stark angezogen. Im Vergleich zum Vormonat legte sie nach vorläufigen Zahlen um 9,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Auch die Industrieproduktion entwickelte sich demnach leicht positiv, während die Energieproduktion zurückging. Das gesamte Produzierende Gewerbe steigerte seinen Output so um 2,0 Prozent.

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Textgröße ändern: