Pallade Veneta - BSI-Chefin fordert mehr Tempo bei Reform des "Hacker-Paragrafen"

BSI-Chefin fordert mehr Tempo bei Reform des "Hacker-Paragrafen"


BSI-Chefin fordert mehr Tempo bei Reform des "Hacker-Paragrafen"
BSI-Chefin fordert mehr Tempo bei Reform des "Hacker-Paragrafen" / Foto: THOMAS SAMSON - AFP/Archiv

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat mehr Tempo bei der geplanten Reform des sogenannten Hacker-Paragrafen gefordert. Im Bundesjustizministerium liege bereits ein Gesetzentwurf "zum besseren Schutz von Forschenden zu Sicherheitslücken in Firmen-IT" vor, sagte BSI-Chefin Claudia Plattner den Funke-Zeitungen vom Montag. "Da muss es jetzt zügig weitergehen." Es sei "richtig", dass ethische Hacker entkriminalisiert würden.

Textgröße ändern:

Schon die Ampel-Regierung hatte sich vorgenommen, Paragraf 202a des Strafgesetzbuchs zu reformieren und in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass das "Identifizieren, Melden und Schließen von Sicherheitslücken" legal möglich sein müsse. Der besagte Paragraf verbietet bislang das Ausspähen von Daten dann, wenn sie nicht für die jeweiligen Hinweisgeber bestimmt sind oder diese keinen berechtigten Zugang dazu haben.

Das BSI spreche sich aber "ganz klar dafür aus, dass Menschen rechtlich abgesichert sind, die Schwachstellen in Unternehmens-IT offenlegen", betonte Plattner. "Wenn jemand zu mir kommt und sagt, es gibt da ein Problem in deiner Software, dann darf diese Person nicht strafverfolgt werden. Dann müssen wir nur Danke sagen", sagte Plattner.

Bedingung sei dabei, dass die Akteure, zu denen neben privaten Hackern auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehören könnten, "eine gute Absicht haben", sagte die BSI-Chefin. "Sie müssen die Sicherheit der IT-Landschaft verbessern wollen." Im Zuge der Diskussion um die Reform war daher auch immer wieder von der Unterscheidung zwischen ethischen Hackern und solchen mit einer kriminellen Absicht die Rede.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Aufschwung im Baugewerbe - auch Industrieproduktion im August leicht im Plus

Die Produktion im Baugewerbe hat im August stark angezogen. Im Vergleich zum Vormonat legte sie nach vorläufigen Zahlen um 9,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Auch die Industrieproduktion entwickelte sich demnach leicht positiv, während die Energieproduktion zurückging. Das gesamte Produzierende Gewerbe steigerte seinen Output so um 2,0 Prozent.

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Textgröße ändern: