Pallade Veneta - Kryptowährungen: Britische Zentralbank schlägt Rechtsrahmen für Stablecoins vor

Kryptowährungen: Britische Zentralbank schlägt Rechtsrahmen für Stablecoins vor


Kryptowährungen: Britische Zentralbank schlägt Rechtsrahmen für Stablecoins vor
Kryptowährungen: Britische Zentralbank schlägt Rechtsrahmen für Stablecoins vor / Foto: Niklas HALLE'N - AFP/Archiv

Die britische Zentralbank hat sich für eine rechtliche Stärkung sogenannter Stablecoins ausgesprochen. "Unser Ziel ist es, Innovationen zu fördern und Vertrauen in diese neue Form der Währung aufzubauen", erklärte Sarah Breeden, stellvertretende Gouverneurin der Bank of England, am Montag. Die Notenbank geht demnach davon aus, dass diese Art von Kryptowährungen in der Zukunft "eine bedeutende Rolle im Zahlungsverkehr spielen" wird.

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Stablecoins sind digitale Währungen, deren Wert an eine traditionelle Währung gekoppelt ist, in den allermeisten Fällen an den Dollar. Sie gelten als wichtiges Instrument um Vertrauen in Kryptowährungen aufzubauen, weil sie deren Vorteile - ein deutlich vereinfachte Transaktionen ohne Intermediäre - bieten, zugleich aber nicht so volatil sind wie etwa der Bitcoin.

Die Bank of England will nun Regeln für Stablecoins auf Basis des Pfunds einführen. Sie schlägt unter anderem vor, dass systemrelevante Stablecoin-Emittenten "bis zu 60 Prozent ihrer Sicherheiten in kurzfristigen britischen Staatsanleihen halten dürfen". Für die Regulierung der wichtigsten Anbieter wäre demnach die Zentralbank selbst zuständig, kleinere Akteure würden unter die Zuständigkeit der Marktaufsicht FCA fallen.

Den Vorschlägen zufolge soll zudem die Ausgabe von Stablecoins zunächst beschränkt werden. Privatpersonen sollen demnach zunächst nicht mehr als 20.000 Pfund (knapp 23.000 Euro) einer dieser Währungen halten dürfen. Unternehmen sind, von Ausnahmen abgesehen, auf 10 Millionen Pfund begrenzt. "Diese Beschränkungen würden aufgehoben, sobald der Übergang keine Risiken mehr für die Finanzierung der Realwirtschaft darstellt", erklärte die BoE.

Die FCA hatte im Mai ihre eigenen Vorschläge für Stablecoin-Emittenten veröffentlicht, darunter die Verpflichtung, "systematisch Sicherheiten in Höhe des Wertes der Stablecoins zu halten". Die EU hatte ihrerseits 2024 ein Rechtsinstrumentarium geschaffen, das die Verwendung von Dollar-Stablecoins einschränkt, ohne jedoch Stablecoins in Euro zu fördern.

O.Mucciarone--PV

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