Pallade Veneta - EU-Kommission leitet weiteres Verfahren gegen Google ein

EU-Kommission leitet weiteres Verfahren gegen Google ein


EU-Kommission leitet weiteres Verfahren gegen Google ein
EU-Kommission leitet weiteres Verfahren gegen Google ein / Foto: Adek BERRY - AFP

Der US-Internetriese Google bekommt weiter Gegenwind aus Brüssel: Die Europäische Kommission hat am Donnerstag ein weiteres Verfahren gegen die Google-Mutter Alphabet eingeleitet. Die Brüsseler Wettbewerbshüter haben nach Kommissionsangaben den Verdacht, dass die Spam-Filter der Google-Suchmaschine Nachrichtenseiten und Verlage auf unfaire Weise benachteiligen. Bestätigen sich die Vorwürfe, droht Google ein Bußgeld.

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Im Kern geht es darum, wie Google die Ergebnisse in der seiner Suchmaschine sortiert. Google ordnet Webseiten weiter unten ein, wenn sie mit anderen Seiten verknüpft sind, die mit dem eigentlichen Inhalt nichts zu tun haben. Nach Einschätzung aus Brüssel geraten Verlage und Nachrichtenseiten dabei unter die Räder, weil sie Werbung schalten.

Google will mit seinem Vorgehen vermeiden, dass Webseiten die Suchmaschine austricksen, um weiter oben angezeigt zu werden. Laut Unternehmen funktioniert das so: Eine Spam-Webseite bezahlt einen Verlag dafür, ihre Inhalte auf der Nachrichtenseite anzuzeigen. Die Spam-Webseiten nutzen so "die gute Platzierung des Verlags aus, um Nutzer dazu zu verleiten, auf minderwertige Inhalten zu klicken", erklärte der bei Google für die Suchmaschine zuständige Pandu Nayak.

Google nannte die Ermittlungen der Kommission "fehlgeleitet" und Verwies auf die Zusammenarbeit mit den Brüsseler Ermittlern in der Vergangenheit. Das Vorgehen des Unternehmens sei "essentiell", um die Google-Suche verlässlich zu machen.

Die Kommission geht hingegen davon aus, dass Googles Vorgehen "eine weit verbreitete und legitime Methode für Verlage, ihre Websites und Inhalte zu monetarisieren" beeinflussen könnte. Dem sollen die Wettbewerbshüter nun nachgehen. "Wir werden untersuchen, ob Nachrichtenverlage in einer schwierigen Zeit für die Branche wichtigen Einnahmen verlieren", erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera.

Die EU-Kommission hatte im September bereits eine Strafe in Höhe von fast drei Milliarden Euro gegen Google verhängt. Auch in diesem Fall geht es um die Ergebnisse der Suchmaschine: Die Kommission warf Alphabet vor, die eigenen Dienste wie Google Maps und Google Flights weiter oben anzuzeigen und damit zu bevorzugen.

R.Lagomarsino--PV

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