Pallade Veneta - Vogelgrippe: Mehr als eine Million getötete Tiere allein in Niedersachsen

Vogelgrippe: Mehr als eine Million getötete Tiere allein in Niedersachsen


Vogelgrippe: Mehr als eine Million getötete Tiere allein in Niedersachsen
Vogelgrippe: Mehr als eine Million getötete Tiere allein in Niedersachsen / Foto: MARIO TAMA - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

In Niedersachsen sind in diesem Jahr bereits über eine Million Tiere wegen der Ausbreitung der Vogelgrippe getötet worden. Bis Donnerstagmittag gab es 63 amtlich bestätigte Ausbrüche mit gut einer Million Tieren, wie das Landwirtschaftsministerium in Hannover mitteilte. Die meisten Fälle entfallen auf die vergangenen Wochen, seit dem 15. Oktober mussten demnach gut 950.000 Tiere getötet werden. Zudem gibt es einen weiteren Verdachtsfall, der 360.000 Legehennen bedroht.

Textgröße ändern:

"Ich rufe alle Betriebe weiterhin zu strikter Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen sowie unverzüglicher Meldung von Verdachtsfällen auf", erklärte Agrarministerin Miriam Staudte (Grüne). Die hochansteckende Vogelgrippe - auch Geflügelpest genannt - wird vor allem durch direkte und indirekte Kontakte zu Wildvögeln übertragen und breitet sich aktuell in Europa rasch aus. In Spanien, Großbritannien, Frankreich und einigen Bundesländern gilt deshalb derzeit Stallpflicht für Geflügelbetriebe.

Niedersachsen hat im Vergleich der Bundesländer bei Weitem den größten Bestand an Legehennen. Agrarministerin Staudte sieht in der hohen "Geflügeldichte" auch einen Teil des Problems: "Die Schwerpunkte der Ausbrüche liegen auch in diesem Ausbruchsgeschehen wieder in Stallhaltungen in geflügelintensiven Landkreisen", betonte sie.

"Die Vogelgrippe ist im Wildvogelbestand endemisch", führte sie aus. "Daher werden wir nun über den mittel- und langfristigen Umgang bei Geflügelhaltungen sprechen müssen, um traurige Negativrekorde wie diesen sowie enormes und massenhaftes Tierleid in Zukunft zu verhindern." Haltungsformen müssten "endlich krisenresilient und tierwohlorientiert" weiterentwickelt werden.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Reispreis in Japan fällt erstmals seit dreieinhalb Jahren

In Japan ist der Preis für Reis erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder gefallen. Er lag im Mai 5,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wie es am Freitag aus dem Innenministerium in Tokio hieß. Es sei der erste Preisrückgang seit November 2022.

Bonner Rheinbrücke bleibt mindestens bis Ende 2028 gesperrt - Neubau nötig

Es ist "eine riesige Belastung für die gesamte Region": Die marode Autobahnbrücke in Bonn ist so stark beschädigt, dass sie für den Pkw- und Lkw-Verkehr gesperrt bleiben muss. Die Hiobsbotschaft überbrachte am Freitag Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Die sogenannte Vorlandbrücke am linken Rheinufer muss abgerissen und neu gebaut werden. Schnieder stellte eine Wiedereröffnung der Brücke Ende 2028 in Aussicht.

Bonner Rheinbrücke bleibt gesperrt - Neubau nötig

Die marode Autobahnbrücke in Bonn ist so stark beschädigt, dass sie für den Pkw- und Lkw-Verkehr gesperrt bleiben muss. Ein Ersatzneubau sei nötig, sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) am Freitag in Bonn. 2028 "gegen Ende des Jahres" könnten die Bauarbeiten abgeschlossen sein und die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden, fügte er hinzu.

Handelspolitik: EU-Gipfel setzt auf Dialog mit China - behält sich härtere Gangart vor

Billige Produktion, Staatshilfen und Exportbeschränkungen: Das zunehmende Ungleichgewicht im internationalen Handel mit China bereitet Europa Sorgen. Beim EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel setzten sich in der Nacht zum Freitag dennoch diejenigen durch, die sich für einen vorsichtigen Kurs gegenüber Peking stark machen.

Textgröße ändern: