Pallade Veneta - Kernkraft: Söder fordert "Mini-Meiler" für wirtschaftliche Erholung

Kernkraft: Söder fordert "Mini-Meiler" für wirtschaftliche Erholung


Kernkraft: Söder fordert "Mini-Meiler" für wirtschaftliche Erholung
Kernkraft: Söder fordert "Mini-Meiler" für wirtschaftliche Erholung / Foto: Odd ANDERSEN - AFP

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Bau neuer, kleiner Kernkraftwerke zur Förderung der wirtschaftlichen Erholung Deutschlands gefordert. Die Bundesregierung wolle Gaskraftwerke bauen und die Erneuerbaren Energien ausbauen und übersehe dabei, "dass all das hochsubventioniert ist. Wir drücken die Energiepreise mit staatlichem Geld, anstatt auf günstige Erzeugung zu setzen", sagte Söder der "Welt am Sonntag" (Erscheinungstag Samstag).

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"Wir müssen in diesen Punkten umsteuern, damit sich die Wirtschaft erholt", forderte der CSU-Chef. Nötig sei der Bau neuer Kernkraftwerke in kleineren Dimensionen, sogenannter Mini-Meiler. "Es geht nicht darum, dass wie früher große Meiler hochgezogen werden. Ich spreche von kleineren, smarten Reaktoren, wie es sie in Kanada bereits gibt. In der Schweiz und anderen Ländern Europas wird daran gearbeitet. Diese Mini-Meiler brauchen nicht solche Subventionen, wie das früher nötig war", sagte Söder weiter gegenüber der "Wams".

Der bayerische Regierungschef forderte zudem, den Abbau von Seltenen Erden in Deutschland "ernsthaft (zu) prüfen" und umzusetzen, "wenn es geht und sich lohnt". Außerdem sollten die heimischen Gasreserven angezapft werden. "Das Bundesamt für Geowissenschaften sagt seit Jahren, dass es Gas für Jahrzehnte gibt. Aber wir verzichten darauf, die Vorkommen in Norddeutschland zu nutzen, sondern importieren stattdessen teures LNG aus den USA", sagte Söder.

Er kritisierte zudem das SPD-geführte Bundesumweltministerium. "Im Bundesumweltministerium hängt vieles noch an alten grünen Dogmen. Die strategische Linie wird seit Jahren von Leuten geprägt, die aus genau diesem Milieu kommen. Ich wünsche mir da mehr Emanzipation von der alten Trittin-Schule, stattdessen mehr moderne Umweltpolitik", sagte Söder. "Mit Minister Carsten Schneider kann man reden, er ist offen. Aber die Apparate arbeiten oft im Autopiloten nach dem Motto: Egal, wer unter mir Minister ist", fügte er hinzu.

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin war von 1998 bis 2005 Umweltminister und hatte im Jahr 2000 den Ausstieg aus der Atomkraft mitverhandelt.

E.Magrini--PV

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