Pallade Veneta - Unsicherheit belastet Börsenkurse - Bitcoin rutscht unter 90.000-Dollar-Marke

Unsicherheit belastet Börsenkurse - Bitcoin rutscht unter 90.000-Dollar-Marke


Unsicherheit belastet Börsenkurse - Bitcoin rutscht unter 90.000-Dollar-Marke
Unsicherheit belastet Börsenkurse - Bitcoin rutscht unter 90.000-Dollar-Marke / Foto: JUSTIN SULLIVAN - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Zunehmende Vorsicht der Anleger und wachsende Unsicherheit über die weiteren Aussichten bei Künstlicher Intelligenz (KI) haben die Aktienmärkte in Asien und Europa am Dienstag ins Minus gedrückt. Auch der Bitcoin-Kurs gab deutlich nach und rutschte zeitweilig unter die Marke von 90.000 Dollar. Mit Spannung werden nun der Quartalsbericht des US-Technologieriesen Nvidia sowie neue Zahlen zum US-Arbeitsmarkt erwartet, die sich auch auf die Hoffnungen von Anlegern auf weitere Zinssenkungen auswirken könnten.

Textgröße ändern:

Schwache Vorgaben aus Asien, wo der Nikkei-Index in Tokio am Dienstag mit einem Verlust von mehr als drei Prozent deutlich im Minus schloss, belasteten am Morgen auch in Europa die Kurse. In Frankfurt am Main und in Paris starteten DAX und CAC 40 mit einem Minus von mehr als einem Prozent in den Börsentag, auch in London und Mailand ging es in ähnlichem Umfang abwärts.

Hintergrund der risikoscheuen Stimmung vieler Anleger ist unter anderem, dass die diesjährige Rekordrallye an den Börsen im KI-Bereich bei Investoren inzwischen die Frage aufwirft, in welchem Ausmaß und Tempo sich die Milliardeninvestitionen in den Bereich tatsächlich wie erhofft auszahlen. Mehr Aufschluss darüber soll insbesondere der für Mittwoch nach Börsenschluss an der New Yorker Wall Street erwartete Quartalsbericht des KI-Schwergewichts Nvidia bringen.

Verstärkt wird die derzeit negative Stimmung an den Märkten durch die Befürchtung, dass die US-Notenbank Fed im kommenden Monat womöglich auf eine weitere Zinssenkung verzichten könnte, da die Inflation hartnäckig oberhalb des angepeilten Zwei-Prozent-Ziels liegt und sich parallel dazu ein genaues Lagebild des Arbeitsmarktes der weltweit größten Volkswirtschaft wegen des Regierungsstillstands zuletzt verzögert hatte. Voraussichtlich am Donnerstag wird nun der US-Arbeitsmarktbericht für September erwartet.

Zunehmend unter Druck geriet zuletzt auch der Bitcoin-Kurs, der sich am Dienstag indes etwas stabilisierte, nachdem er zeitweilig unter die Schwelle von 90.000 Dollar gefallen war - und damit auf den niedrigsten Stand seit April. Verglichen mit dem Rekordstand im Oktober hat die Kryptowährung mehr als ein Viertel an Wert verloren.

Anleger kehrten riskanten Anlagen derzeit den Rücken und strichen lieber Gewinne ein, kommentierte Analyst Timo Emden von Emden Research die Entwicklung. "Viele Investoren sitzen derzeit zwischen den Stühlen", erklärte er. "Einerseits lockt die Hoffnung auf eine kurzfristige Erholung, andererseits wächst die Angst vor weiter fallenden Kursnotierungen." Das derzeitige Zögern sei Ausdruck der erhöhten Unsicherheit am Markt.

Angesichts der massiven Investitionssummen in auf KI spezialisierte Unternehmen geht der Chef der Google-Mutter Alphabet, Sundar Pichai, unterdessen davon aus, dass von einem etwaigen Platzen einer möglichen Blase kein Unternehmen verschont bleiben würde. In einem von der BBC am Montag ausgestrahlten Interview antwortete er auf die Frage, ob auch Google von einem solchen Platzen betroffen sein würde, dass "kein Unternehmen immun" dagegen sei - "auch wir nicht." Zudem sagte Pichai, dass im Zuge des KI-Booms auch eine gewisse "Irrationalität" zu beobachten sei.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Betrieb am Berliner Flughafen BER wegen Eisregen "im Prinzip eingestellt"

Der Betrieb am Berliner Flughafen BER ist am Donnerstagabend wegen des eisigen Winterwetters weitgehend zum Erliegen gekommen. Seit 19.30 Uhr seien keine Flüge mehr gestartet oder gelandet, sagte eine Flughafensprecherin der Nachrichtenagentur AFP. "Der Flughafenbetrieb ist im Prinzip eingestellt, es ist spiegelglatt", sagte sie.

Danone weitet Rückruf von Babynahrung wegen möglicher Verunreinigung mit Giftstoff aus

Der Lebensmittelriese Danone hat den Rückruf von Babynahrung in Deutschland wegen möglicher Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid deutlich ausgeweitet. Danone rief am Donnerstag mehr als 120 Produktionschargen der Marken Aptamil und Milumil in Deutschland und Österreich zurück. Dies geschehe "vor dem Hintergrund der aktualisierten Empfehlungen zum Cereulid-Schwellenwert", erklärte das Unternehmen.

Milliardär Musk bekennt: Geld macht nicht glücklich

Der US-Tech-Milliardär und reichste Mann der Welt, Elon Musk, hat mit einem ungewöhnlichen Bekenntnis Millionen von Online-Klicks erzielt: "Wer auch immer gesagt hat 'Geld kann kein Glück kaufen', wusste wirklich, wovon er sprach", schrieb Musk auf seiner Internetplattform X an seine knapp 234 Millionen Follower. Er kommentierte dies mit einem traurigen Emoji.

Tod eines Zugbegleiters: Debatte über Konsequenzen

Nach dem gewaltsamen Tod eines Zugbegleiters bei einer Fahrkartenkontrolle in Rheinland-Pfalz ist eine Debatte über die Konsequenzen aus dem Fall voll entbrannt. Vertreter von Gewerkschaften und Bahnbetriebsrat forderten eine Doppelbesetzung und bessere Schutzausrüstung für das Zugpersonal, etwa in Form von Bodycams und Notfallknöpfen. Bahnchefin Evelyn Palla kündigte einen Sicherheitsgipfel an, zu dem sie "in den nächsten Tagen" einladen werde.

Textgröße ändern: