Pallade Veneta - Vorfahrt für Verbrenner: Trump lockert Emissionsregeln für Autos

Vorfahrt für Verbrenner: Trump lockert Emissionsregeln für Autos


Vorfahrt für Verbrenner: Trump lockert Emissionsregeln für Autos
Vorfahrt für Verbrenner: Trump lockert Emissionsregeln für Autos / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

Vorfahrt für Verbrenner: US-Präsident Donald Trump hat gelockerte Emissionsregeln für Autohersteller angekündigt. Trump sagte am Mittwoch in Washington, er mache Auflagen seines Vorgängers Joe Biden rückgängig, mit denen dieser Elektroautos fördern und den Treibhausgasausstoß senken wollte. Trump sagte im Beisein von Managern der Konzerne Ford, General Motors und Stellantis, dadurch würden Autos erschwinglicher und Arbeitsplätze in der US-Autoindustrie geschützt.

Textgröße ändern:

Durch den Schritt werde zudem der "grüne Betrug" beendet, sagte Trump weiter. Nach Angaben des Weißen Hauses sollen US-Bürger beim Kauf eines Neuwagens so im Schnitt je tausend Dollar (rund 860 Euro) sparen. Kritiker nennen die Rechnung irreführend, da Autofahrer wieder mehr für Sprit ausgeben müssen, weil die Verbrenner unter den gelockerten Regeln mehr verbrauchen.

Biden hatte der Autoindustrie im vergangenen Jahr einen effizienteren Kraftstoffeinsatz und einen niedrigeren Treibhausgasausstoß vorgeschrieben. Dadurch sollten die US-Bürger über die Lebensdauer ihres Autos im Schnitt rund 600 Dollar an Sprit einsparen. Mit den Vorgaben wollte die Biden-Regierung zugleich den Verkauf von Elektroautos ankurbeln.

Trump nannte die Biden-Regeln "lächerlich, belastend, schrecklich" und teuer. "Die Menschen wollen Verbrenner", betonte Trump. Sie wollten zwar auch Elektroautos, aber derzeit lägen Verbrenner "mit großem Abstand vorne".

Die Autohersteller begrüßten Trumps Vorstoß: Ford-Chef Jim Farley lobte "die Führungsrolle von Präsident Trump bei der Angleichung der Treibstoffstandards an die Marktgegebenheiten." Auch Stellantis und General Motors dankten Trump für seine Initiative, die den Herstellern Kosten zum Ausbau klimafreundlicher Techniken erspare.

Unter Biden hatte die US-Umweltschutzbehörde EPA die verschärften Emissionsgrenzwerte im März 2024 angekündigt. Sie betrafen die Neuwagenflotten in den Jahren 2027 bis 2032. Vorgesehen war ein jährlich sinkender Höchstwert für den Durchschnittsausstoß aller Neuwagen eines Herstellers - ähnlich wie es in der Europäischen Union bereits der Fall ist.

Der Verkehr ist die größte Quelle klimaschädlicher Treibhausgase in den USA. Die Biden-Regierung wollte mit den Vorgaben den Umstieg auf Elektroautos ankurbeln. Es war aber den Herstellern überlassen, welche Technologien sie einsetzen wollten - effizientere Verbrennermotoren oder einen größeren E-Auto-Anteil.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Spahn: Reformen in drei Stufen bis zum Sommer - "Aufschwung-Agenda" angekündigt

Die schwarz-rote Koalition in Berlin will ihre angekündigten Reformen nach den Worten von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) in drei Stufen auf den Weg bringen. Erster Schritt seien die Vorschläge zur gesetzlichen Krankenversicherung am Montag, sagte Spahn der "Welt am Sonntag". Bis Ende April müssten dann die Eckpunkte für den Haushalt 2027 vorliegen. Dazu gehöre auch "eine Aufschwung-Agenda - mit Entlastungen bei Einkommensteuer, Sozialabgaben, Bürokratie und Energiekosten".

Verkehrsminister Schnieder: Zustand der Bahn geht in "demokratiegefährdende Richtung"

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat angesichts von Verspätungen und anhaltenden Sanierungsarbeiten bei der Deutschen Bahn vor einer Bedrohung für die Demokratie gewarnt. "Das geht schon in eine demokratiegefährdende Richtung", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgabe). "Wir dürfen nicht einreißen lassen, dass die Menschen glauben, der Staat bekommt Probleme wie marode Brücken oder notorisch verspätete Züge nicht in den Griff", erklärte Schnieder.

Schlangen an US-Flughäfen: Mittel für Mitarbeiter bleiben blockiert

Die langen Schlangen vor den Sicherheitskontrollen großer US-Flughäfen dürften vorerst bestehen bleiben: Im Kongress in Washington fiel am Freitag ein Vorschlag für ein Ende der Haushaltssperre des Heimatschutzministeriums durch. Zehntausende Sicherheitsmitarbeiter an Airports arbeiten derzeit ohne Bezahlung.

SPD sucht Profil: Entlastung bei Spritpreisen und Stärkung der Kommunen

Nach den jüngsten Wahlniederlagen will die SPD mit einem Fokus auf Wirtschaft und Arbeit, eine Stärkung der Kommunen sowie Entlastungen wegen der hohen Spritpreise an Profil gewinnen. Die Sozialdemokraten müssten sich "rauskämpfen aus einer sehr ernsten Situation", sagte SPD-Chef Lars Klingbeil am Freitag nach einem mehr als vierstündigen Krisentreffen mit SPD-Vertreterinnen und Vertretern aus Bund, Ländern und Gemeinden. Die SPD müsse dabei wieder "treibende Kraft" sein, "wenn es um Veränderungen geht".

Textgröße ändern: