Pallade Veneta - Nutri-Score-Umfrage: Mehrheit der Verbraucher für verpflichtende Lebensmittelampel

Nutri-Score-Umfrage: Mehrheit der Verbraucher für verpflichtende Lebensmittelampel


Nutri-Score-Umfrage: Mehrheit der Verbraucher für verpflichtende Lebensmittelampel
Nutri-Score-Umfrage: Mehrheit der Verbraucher für verpflichtende Lebensmittelampel / Foto: JOEL SAGET - AFP

Fünf Jahre nach der freiwilligen Einführung der Nährwertampel Nutri-Score in Deutschland spricht sich laut einer Umfrage die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher für eine verpflichtende Kennzeichnung aus. Zugleich nutzt bisher nur eine Minderheit das Label häufig oder sehr häufig beim Einkauf, wie die Verbraucherorganisation Foodwatch am Mittwoch mitteilte. Dies sei wenig verwunderlich, da der Nutri-Score bislang nur auf wenigen Produkten im Supermarkt zu finden sei.

Textgröße ändern:

Dies mache einen Vergleich zwischen verschiedenen Produkten kaum möglich, kritisierte Foodwatch. Zwar kennen laut der Umfrage fast alle Verbraucher (91 Prozent) den Nutri-Score. "Doch solange nur vereinzelte Produkte im Supermarkt damit gelabelt sind, kann die Lebensmittelampel ihre positive Wirkung nicht entfalten", erklärte Luise Molling von der Verbraucherorganisation.

Kunden könnten auch 2025 nicht auf einen Blick vergleichen, "welches das ausgewogenste Tiefkühlgericht, Knuspermüsli oder Toastbrot ist", monierte Molling. "Erst wenn vom Junkfood-Konzern bis zum Bio-Hersteller alle Farbe bekennen müssen, ist der Nutri-Score ganz praktisch beim Einkauf nutzbar."

Die fünfstufige Skala mit Farben und Buchstaben reicht von einem dunkelgrünen A bis hin zu einem dunkelroten E und liefert einen Vergleich zwischen Lebensmitteln innerhalb einer Produktgruppe. Zucker und Fett wirken sich zum Beispiel ungünstig auf die Bewertung aus, Ballaststoffe und der Anteil von Obst und Gemüse positiv.

Die damalige Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte den Nutri-Score im November 2020 offiziell in Deutschland eingeführt - allerdings auf freiwilliger Basis. Seitdem nutzen Foodwatch zufolge von rund 6000 Firmen in Deutschland etwa 960 Unternehmen mit 1420 Marken die Nährwertkennzeichnung.

Laut der Umfrage plädieren 61 Prozent der Verbraucher für eine verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln mit der Ampel. Lediglich 31 Prozent nutzen den Nutri-Score bisher häufig oder sehr häufig beim Einkauf. Allerdings lehnen ihn nur 12 Prozent klar ab - dies zeige "ein hohes unausgeschöpftes Potenzial", erklärte Foodwatch. Für die Erhebung wurden im Auftrag der Verbraucherorganisation 1103 Menschen ab 16 Jahren von der auf Lebensmittelmarketing und Verbraucherforschung spezialisierten Agentur Zühlsdorf und Partner im August online befragt.

Foodwatch argumentiert insbesondere, dass der Nutri-Score die verständlichste Form der Nährwertkennzeichnung sei und die Lebensmittelampel damit Verbraucherinnen und Verbraucher so niedrigschwellig wie möglich zu gesünderen Produkten greifen lasse. Angesichts der großen Verbreitung ernährungsbedingter Krankheiten könne die verpflichtende Einführung ein wichtiger Baustein sein, "um die Kostenexplosion im Gesundheitswesen einzudämmen und eine gesunde Ernährung für die Breite der Bevölkerung zu erleichtern", erklärte die Verbraucherorganisation.

Einen Appell richtete Foodwatch deshalb an die Bundesregierung: Ernährungsminister Alois Rainer (CSU) müsse die "verbraucherfreundliche Ampelkennzeichnung verpflichtend einführen", forderte Molling.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Alex Bodi își continuă expansiunea: planuri pentru deschiderea unui showroom ALIX LASERS la București

Omul de afaceri român Alex Bodi îmbină relațiile internaționale cu investiții concrete de mare anvergură, de ordinul milioanelor, și cu dezvoltarea unor noi domenii de activitate. La 19 septembrie 2026, Bodi a vizitat ALIX LASERS în Germania, unul dintre cei mai importanți producători mondiali de sisteme laser pentru tratamente estetice asistate de inteligență artificială, și a purtat cu directorul de operațiuni Dieter Eitner negocieri contractuale intense, aflate în etapa finală, privind deschiderea unui showroom la București chiar în cursul anului 2026. Proiectul ar putea marca o nouă etapă importantă în expansiunea lui Bodi în mai multe sectoare de activitate.

Textgröße ändern: