Pallade Veneta - Erdölhavarie in Brandenburg: Abtransport von Erde beginnt - Bach betroffen

Erdölhavarie in Brandenburg: Abtransport von Erde beginnt - Bach betroffen


Erdölhavarie in Brandenburg: Abtransport von Erde beginnt - Bach betroffen
Erdölhavarie in Brandenburg: Abtransport von Erde beginnt - Bach betroffen / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Nach der Havarie an einer Erdölpipeline nahe der PCK-Raffinerie in Brandenburg hat die Beseitigung des Rohöls begonnen. Nachdem bereits am Mittwochabend mit dem Absaugen begonnen worden sei, werde nun die benetzte Erde zusammengeschoben, teilte eine PCK-Sprecherin am Donnerstag in Schwedt mit.

Textgröße ändern:

Bei der Havarie am Mittwochnachmittag in der Nähe von Gramzow in der Uckermark waren laut PCK rund 200.000 Liter Rohöl ausgetreten. Eine Fläche von rund zwei Hektar wurde verschmutzt. Das Leck war laut PCK bei vorbereitenden Arbeiten für einen Sicherheitstest an der Pipeline zwischen Rostock und Schwedt entstanden. Eine Sabotage wurde vorerst ausgeschlossen.

Laut Behörden lösten sich zwei Sicherungsbolzen an einer Schieberstation. In der Folge trat das Rohöl unter hohem Druck aus, zwei Menschen wurden laut dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern von dem austretenden Öl benetzt und mussten ambulant versorgt werden. Am Abend konnte das Leck nach rund zweieinhalb Stunden geschlossen werden.

Nach Angaben des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern gelangte das Öl dabei nicht nur in das Erdreich, sondern auch in einen Bach. Weitere Oberflächengewässer oder das Grundwasser waren ersten Erkenntnissen zufolge nicht betroffen. Behördenangaben zufolge sorgte der regennasse Boden dafür, dass das Öl nur in geringem Maße eindringen konnte. Die Polizei teilte mit, sie habe ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Boden- und Gewässerverunreinigung eingeleitet.

Der Bereich rund um den Unglücksort wurde laut PCK weiträumig abgesperrt, um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Das kontaminierte Erdreich sollte zunächst auf einer Folie gesammelt und dann in Containern abtransportiert werden, wie die uckermärkische Landrätin Karina Dörk (CDU) im Rundfunk Berlin-Brandenburg sagte. Dafür sollte eigens eine Zufahrt eingerichtet werden. Sie gehe davon aus, dass der Abtransport einige Tage in Anspruch nehmen werde, sagte Dörk.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dankte den Einsatzkräften und den Betreibern für ihre schnelles und koordiniertes Eingreifen. Dadurch habe das Leck zügig geschlossen werden können. Die Versorgung von Berlin und Brandenburg mit Kraftstoffen und Heizöl sei derzeit nicht gefährdet, betonte er.

Auch die PCK-Sprecherin teilte mit, der Vorfall habe keine Auswirkungen auf den Raffineriebetrieb. Die Bestände reichten für eine Überbrückung kurzzeitiger Lieferunterbrechungen. Eine Beschädigung der Pipeline liege nicht vor, so dass parallel die Wiederinbetriebnahme vorbereitet werden könne.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Behinderungen durch Schneefall und Glätte im Nordosten Deutschlands

Schneefall und Eisregen haben am Donnerstagmorgen erneut für Behinderungen und Einschränkungen vor allem im Nordosten Deutschlands gesorgt. In Berlin fielen einzelne U-Bahnen aus, der Autoverkehr konnte auf schneebedeckten Straßen nur langsam rollen. Die Deutsche Bahn meldete erneut Einschränkungen im Fernverkehr, unter anderem zwischen Berlin und Hannover. Am Hauptstadtflughafen BER waren zwischenzeitliche keine Starts möglich.

Insgesamt 478.000 Stunden Stillstand: Autofahrer standen 2025 länger im Stau

Zwar gab es auf deutschen Autobahnen im vergangenen Jahr weniger Staus, die Autofahrer standen dafür aber deutlich länger. 2025 mussten Autofahrer insgesamt 478.000 Stunden in Staus ausharren, das waren sieben Prozent beziehungsweise 30.000 Stunden mehr als im Vorjahr, wie der ADAC am Donnerstag in München mitteilte.

Konzernchefs von VW und Stellantis fordern Bonus für E-Autos "Made in Europe"

Europas größte Autobauer - der Volkswagen-Konzern und Stellantis - fordern mehr Unterstützung für heimische Elektroautos. "Jedes Elektrofahrzeug 'Made in Europe' sollte einen CO2-Bonus erhalten", schrieben die beiden Vorstandschefs Oliver Blume und Antonio Filosa in einem am Donnerstag veröffentlichten Gastbeitrag für das "Handelsblatt" sowie die Zeitungen "Les Echos" aus Frankreich und "Il Sole 24 Ore" aus Italien. Ziel sei es, Investitionen zu stärken und Wettbewerbsnachteile auszugleichen.

Zahl der Eheschließungen auf niedrigstem Stand seit 1950

Die Zahl der Eheschließungen in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit fast 75 Jahren gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, wurden im Jahr 2024 noch 349.200 Ehen geschlossen. Damit hätten sich so wenige Menschen das Ja-Wort gegeben wie seit 1950 nicht mehr.

Textgröße ändern: