Pallade Veneta - Trump-Zölle: US-Außenhandelsdefizit im September auf Fünf-Jahres-Tief

Trump-Zölle: US-Außenhandelsdefizit im September auf Fünf-Jahres-Tief


Trump-Zölle: US-Außenhandelsdefizit im September auf Fünf-Jahres-Tief
Trump-Zölle: US-Außenhandelsdefizit im September auf Fünf-Jahres-Tief / Foto: FABIAN BIMMER - AFP

Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump zeigt offenbar die von ihm erwünschte Wirkung: Das US-Außenhandelsdefizit sank im September auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, überstieg der Wert der US-Importe den der Exporte um 52,8 Milliarden Dollar (gut 45 Milliarden Euro). Das war ein Rückgang von fast elf Prozent im Vergleich zum August und deutlich stärker als von Ökonomen erwartet.

Textgröße ändern:

Trump will mit den US-Importzöllen die Einfuhren bremsen und die US-Wirtschaft anzukurbeln. Kritiker werfen ihm Protektionismus vor. Nach den Zahlen des Handelsministeriums stiegen die US-Exporte von Waren und Dienstleistungen im September im Vormonatsvergleich um 3,0 Prozent auf 289,3 Milliarden Dollar. Die Importe legten deutlich weniger zu: um 0,6 Prozent auf 342,1 Milliarden Dollar.

Zuletzt hatte das US-Außenhandelsdefizit Mitte 2020 auf einem ähnlich niedrigen Stand gelegen. Die höheren Exporteinnahmen der USA gingen laut dem Ministerium vor allem auf Industriegüter, Gold, Verbrauchsgüter und Arzneimittel zurück.

Trump wirft der EU und anderen Handelspartnern vor, die USA mit ihren Exporten "über den Tisch zu ziehen". Er hatte im April zunächst extrem hohe Zölle für die meisten Handelspartner angekündigt, senkte die meisten nach harten Verhandlungen aber ab. Für die EU gilt seit dem 7. August ein Satz von 15 Prozent für die meisten Produkte. Für andere Länder liegt er teils deutlich höher.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Spahn: Reformen in drei Stufen bis zum Sommer - "Aufschwung-Agenda" angekündigt

Die schwarz-rote Koalition in Berlin will ihre angekündigten Reformen nach den Worten von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) in drei Stufen auf den Weg bringen. Erster Schritt seien die Vorschläge zur gesetzlichen Krankenversicherung am Montag, sagte Spahn der "Welt am Sonntag". Bis Ende April müssten dann die Eckpunkte für den Haushalt 2027 vorliegen. Dazu gehöre auch "eine Aufschwung-Agenda - mit Entlastungen bei Einkommensteuer, Sozialabgaben, Bürokratie und Energiekosten".

Verkehrsminister Schnieder: Zustand der Bahn geht in "demokratiegefährdende Richtung"

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat angesichts von Verspätungen und anhaltenden Sanierungsarbeiten bei der Deutschen Bahn vor einer Bedrohung für die Demokratie gewarnt. "Das geht schon in eine demokratiegefährdende Richtung", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgabe). "Wir dürfen nicht einreißen lassen, dass die Menschen glauben, der Staat bekommt Probleme wie marode Brücken oder notorisch verspätete Züge nicht in den Griff", erklärte Schnieder.

Schlangen an US-Flughäfen: Mittel für Mitarbeiter bleiben blockiert

Die langen Schlangen vor den Sicherheitskontrollen großer US-Flughäfen dürften vorerst bestehen bleiben: Im Kongress in Washington fiel am Freitag ein Vorschlag für ein Ende der Haushaltssperre des Heimatschutzministeriums durch. Zehntausende Sicherheitsmitarbeiter an Airports arbeiten derzeit ohne Bezahlung.

SPD sucht Profil: Entlastung bei Spritpreisen und Stärkung der Kommunen

Nach den jüngsten Wahlniederlagen will die SPD mit einem Fokus auf Wirtschaft und Arbeit, eine Stärkung der Kommunen sowie Entlastungen wegen der hohen Spritpreise an Profil gewinnen. Die Sozialdemokraten müssten sich "rauskämpfen aus einer sehr ernsten Situation", sagte SPD-Chef Lars Klingbeil am Freitag nach einem mehr als vierstündigen Krisentreffen mit SPD-Vertreterinnen und Vertretern aus Bund, Ländern und Gemeinden. Die SPD müsse dabei wieder "treibende Kraft" sein, "wenn es um Veränderungen geht".

Textgröße ändern: