Pallade Veneta - Bundesinstitut: Anteil Älterer an Bevölkerung steigt vor allem auf dem Land

Bundesinstitut: Anteil Älterer an Bevölkerung steigt vor allem auf dem Land


Bundesinstitut: Anteil Älterer an Bevölkerung steigt vor allem auf dem Land
Bundesinstitut: Anteil Älterer an Bevölkerung steigt vor allem auf dem Land / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Die Unterschiede in der Altersstruktur der Bevölkerung zwischen Stadt und Land werden sich in den kommenden Jahrzehnten weiter verstärken. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) in Wiesbaden wird das Verhältnis der älteren Bewohner zu Menschen im Erwerbsalter auf dem Land und in dünn besiedelten Kreisen ohne Zuwanderung auf einen Altenquotienten von rund 0,55 ansteigen.

Textgröße ändern:

Bei der Berechnung des Altenquotienten wird die Zahl über 65-Jährigen ins Verhältnis zur Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren gesetzt. Ein Altenquotient von 0,5 bedeutet, dass auf zwei Menschen im Erwerbsalter ein Rentner kommt.

In Großstädten sieht die Lage anders aus. Selbst ohne Zuwanderung aus dem Ausland würde der Altenquotient in den Großstädten, die derzeit eine vergleichsweise junge Bevölkerung haben, den Berechnungen zufolge in den kommenden Jahrzehnten nur moderat ansteigen – von 0,31 im Jahr 2022 auf etwa 0,36 im Jahr 2070. Das bedeutet, dass dann auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter 36 im Rentenalter kommen.

Auch bei der Bevölkerungszahl ist dem BIB zufolge mit wachsenden regionalen Unterschieden zu rechnen. In den Großstädten ist von einem weiteren Wachstum auszugehen, insbesondere durch Zuwanderung aus dem Ausland. Hingegen zeigen die ländlichen und besonders die dünn besiedelten Kreise in den meisten Modellrechnungen eher Bevölkerungsverluste.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Prozess um Social-Media-Sucht: Instagram und Youtube sollen mehrere Millionen Schmerzensgeld zahlen

Wegweisendes Urteil zu Social-Media-Sucht in den USA: Ein Geschworenengericht in Los Angeles hat die Onlineplattformen Instagram und Youtube zur Zahlung von insgesamt sechs Millionen Dollar (rund 5,2 Millionen Euro) verurteilt. Zu einem Schmerzensgeld von drei Millionen Dollar für die heute 20-jährige Klägerin kommt ein Bußgeld in gleicher Höhe. Die Konzerne kündigten Berufung an.

Prozess um Social-Media-Sucht: Instagram und Youtube sollen drei Millionen Dollar zahlen

In einem wegweisenden Prozess um Social-Media-Sucht hat ein US-Gericht in Los Angeles die Onlineplattformen Instagram und Youtube zu einer hohen Entschädigungszahlung verurteilt. Sie sollen der Klägerin insgesamt drei Millionen Dollar (rund 2,6 Millionen Euro) zahlen, wie die Geschworenen am Mittwoch entschieden. Die heute 20-jährige Klägerin hatte den Unternehmen vorgeworfen, sie als Minderjährige abhängig gemacht und ihr dadurch schwere psychische Schäden zugefügt zu haben.

Trump beruft Zuckerberg und andere Tech-Chefs in Beirat

Präsident Donald Trump hat einige der größten Namen der US-Technologiebranche in einen Beirat des Weißen Hauses berufen. Dem Rat für Wissenschafts- und Technologieberatung (PCAST) gehören nach Angaben vom Mittwoch unter anderem Meta-Gründer Mark Zuckerberg und Google-Mitgründer Sergey Brin an. Vertreten sind unter anderem auch die Chefs des Halbleiterkonzerns Nvidia und des Softwareunternehmens Oracle, Jensen Huang und Larry Ellison.

Gericht: Pauschale Regelung zu Freistellung nach Kündigung ist unwirksam

Eine pauschale Regelung im Arbeitsvertrag, wonach die Firma Beschäftigte sofort nach der Kündigung freistellen darf, ist unwirksam. Sie benachteiligt Arbeitnehmer unangemessen, wie das Bundesarbeitsgericht in Erfurt am Dienstag entschied. Ihr Interesse, tatsächlich bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses weiterzuarbeiten, wiegt hier schwerer als das Interesse der Arbeitgeber an der Freistellung. (Az. 5 AZR 108/25)

Textgröße ändern: