Pallade Veneta - Merz: 250.000 Menschen in Indien nehmen aktuell an einem Deutschkurs teil

Merz: 250.000 Menschen in Indien nehmen aktuell an einem Deutschkurs teil


Merz: 250.000 Menschen in Indien nehmen aktuell an einem Deutschkurs teil
Merz: 250.000 Menschen in Indien nehmen aktuell an einem Deutschkurs teil / Foto: Shammi MEHRA - AFP

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem Besuch in der indischen Wirtschaftsmetropole Bangalore die "sehr gut ausgebildeten" Fachkräfte und deren Arbeitsbereitschaft gelobt. Sie seien für deutsche Unternehmen in Indien und auch "aus Indien heraus" eine "wichtige Ressource". Im Land nähmen aktuell rund 250.000 Menschen an Deutschkursen teil, sagte der Kanzler. Indien sei der Standort auf der Welt mit der zweithöchsten Zahl an Deutschkursen.

Textgröße ändern:

In Bangalore würden mehr Visa für Deutschland ausgestellt als sonstwo auf der Welt, pro Jahr seien es 40.000. "Viele junge Inderinnen und Inder werden nach Deutschland kommen und in Deutschland als willkommene Fachkräfte im IT-Bereich, aber auch im Gesundheitswesen und in vielen anderen Bereichen arbeiten", sagte Merz. Sie zeigten eine "beeindruckende Arbeitsbereitschaft", auf die sich Deutschland stützen könne.

Der Kanzler sagte, in Deutschland würden "Sprache und Kultur vermittelt". Er glaube, das sei "eine Bereicherung für beide Seiten".

Indien wachse aktuell "in die Top-Liga unserer Wirtschaftspartner hinein", fügte Merz hinzu. "Das Potenzial für die Zukunft ist groß. Die Dynamik ist enorm." Er werde daher unmittelbar nach seinem Besuch die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen darüber informieren und sie bitten, die Arbeiten für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien zu beschleunigen.

Der Kanzler besuchte Bangalore am zweiten Tag seiner Indien-Reise. Die Millionenstadt ist ein wirtschaftliches Zentrum und ein wichtiger Standort der Luft- und Raumfahrtindustrie. Merz schaute sich einen Standort des Autozulieferers Bosch an, auch ein Forschungszentrum für Nanotechnologie stand auf dem Programm.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Umwelthilfe: Vier von fünf Bussen in deutschen Großstädten fahren noch mit Diesel

In den 40 größten Städten Deutschlands sind laut Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vor allem Diesel-Busse unterwegs - in manchen sogar ausschließlich. Insgesamt fahren noch fast 80 Prozent der Busse in den 40 Großstädten mit Dieselantrieb, teilte die DUH am Dienstag mit. Fast die Hälfte der Städte plane außerdem bis 2030 die Beschaffung neuer Verbrenner-Busse. Die DUH kritisierte, dass die Bundesregierung ausgerechnet die Förderung von Elektrobussen kürze.

ALEX BODI TREIBT EXPANSION VORAN: ALIX-LASERS-SHOWROOM IN BUKAREST GEPLANT

Der rumänische Geschäftsmann Alex Bodi verbindet internationale Kontakte mit konkreten Investitionen im hohen Millionenbereich und neuen Geschäftsfeldern. Am 19. September 2026 besuchte Bodi ALIX LASERS in Deutschland, einen weltweit führenden Hersteller KI-gestützter Beauty-Lasersysteme, und führte mit dem Head of Operations Dieter Eitner intensive sowie abschließende Vertragsgespräche über die Eröffnung eines Showrooms in Bukarest noch im laufenden Jahr 2026. Das Vorhaben könnte zu einem weiteren Meilenstein des branchenübergreifenden Expansionskurses von Bodi werden.

Industrieaufträge im August eingebrochen - Dreimonatsbilanz aber noch positiv

Nach zwei kräftigen Anstiegen im Juni und Juli sind die Aufträge für die deutsche Industrie im August eingebrochen: Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe sank um 10,6 Prozent im Vormonatsvergleich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Im Dreimonatsvergleich stand unter dem Strich aber ein Plus von 1,3 Prozent.

Entscheidung über Schadenersatzklage nach Germanwings-Absturz

Mehr als elf Jahre nach der Germanwings-Katastrophe entscheidet das Landgericht Braunschweig am Dienstag (11.00 Uhr) über eine Schadenersatzklage von 30 Hinterbliebenen gegen den deutschen Staat. Die Kläger werfen dem in der niedersächsischen Stadt ansässigen Luftfahrtbundesamt vor, dass nicht genügend überwacht worden sei, ob der Kopilot flugtauglich sei. Der Staat habe somit seine Amtspflichten verletzt. Sie fordern Schadenersatz zwischen 500 und 110.000 Euro.

Textgröße ändern: