Pallade Veneta - Onlinedienst X schränkt Chatbot Grok beim Erstellen von KI-Nacktbildern ein

Onlinedienst X schränkt Chatbot Grok beim Erstellen von KI-Nacktbildern ein


Onlinedienst X schränkt Chatbot Grok beim Erstellen von KI-Nacktbildern ein
Onlinedienst X schränkt Chatbot Grok beim Erstellen von KI-Nacktbildern ein / Foto: Nicolas TUCAT - AFP

Der Onlinedienst X von US-Milliardär Elon Musk hat seinen KI-Chatbot Grok eigenen Angaben zufolge bei der Erstellung gefälschter Nacktbilder eingeschränkt. In Ländern, in denen solche Handlungen illegal sind, wurde die Funktion, Menschen in "Bikinis, Unterwäsche und ähnlicher Kleidung" darzustellen, für alle Grok- und X-Nutzer "geografisch blockiert", wie der Onlinedienst am Mittwoch erklärte.

Textgröße ändern:

Das Sicherheitsteam von X erklärte, es seien "technische Maßnahmen" ergriffen worden, "um zu verhindern, dass über das Grok-Konto Bilder von realen Personen in freizügiger Kleidung wie Bikinis bearbeitet werden können". Diese Einschränkung gelte für "alle Nutzer, einschließlich zahlender Abonnenten".

Wenige Stunden vor der Stellungnahme hatte der US-Bundesstaat Kalifornien eine Untersuchung gegen Grok eröffnet. Kalifornien will laut Generalstaatsanwalt Rob Bonta klären, ob Musks KI-Firma xAI gegen Gesetze des Bundesstaats zum Schutz vor Belästigung verstoßen hat. Zuvor hatten bereits die Europäische Union und Großbritannien den KI-Chatbot ins Visier genommen.

Stein des Anstoßes ist der neue "Spicy Mode" (scharfer Modus) bei Grok, mit dem Nutzer in Sekundenschnelle anzügliche Bilder von Frauen oder Kindern erstellen können - etwa mit Aufforderungen wie "entferne ihre Kleider" oder "ziehe ihr einen Bikini an". Auch die Erstellung und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte ist damit möglich.

Die EU-Kommission und die britische Aufsichtsbehörde Ofcom hatten Musks Unternehmen deshalb aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz der Grok-Nutzer zu ergreifen. Sie reagierten am Mittwoch zurückhaltend auf die Ankündigung des Unternehmens, mit den europäischen Behörden zusammenarbeiten zu wollen. Wenn die geplanten Änderungen nicht effektiv seien, werde sich die EU-Kommission nicht scheuen, ihr ganzes juristisches Arsenal zu nutzen, erklärte ein Sprecher in Brüssel.

Am Samstag hatte Indonesien als weltweit erstes Land Grok vollständig gesperrt. Malaysia ergriff die gleiche Maßnahme am Sonntag. Anderswo wurde die Nutzung des Tools auf zahlende Kunden beschränkt.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Medien: US-Regierung legt Teheran Plan für Beendigung des Iran-Krieges vor

Die US-Regierung hat der iranischen Regierung Medienberichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Krieges vorgelegt. Der Vorschlag sei Teheran über die pakistanische Regierung übermittelt worden, die sich als Vermittler angeboten hatte, berichtete die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf zwei anonyme Beamte. Der Plan sieht demnach strikte Beschränkungen für Teherans Atomprogramm und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor.

Nasa will Mondbasis bauen und stoppt Pläne für Raumstation mit ESA-Beteiligung

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa stoppt ihre Pläne für eine Mond-nahe Raumstation mit europäischer Beteiligung. Nasa-Chef Jared Isaacman erklärte am Dienstag im Nasa-Hauptquartier in Washington, die Behörde wolle das Projekt "Gateway in seiner derzeitigen Form pausieren". Daran ist unter anderem die europäische Raumfahrtagentur ESA beteiligt. Stattdessen will die Nasa für 20 Milliarden Dollar (gut 17 Milliarden Euro) eine Basis auf dem Mond bauen.

Ausgeriestert: Koalition stellt neue private Altersvorsorge vor

Neue Anlageformen, attraktivere Zulagen und die Aufnahme von Selbstständigen in den Kreis der Berechtigten: Ein neues steuerlich gefördertes Vorsorgemodell soll die bisherige Riester-Rente ersetzen. Die Koalitionsfraktionen stellten am Dienstag einen Gesetzentwurf zur privaten Altersvorsorge vor, der am Freitag im Bundestag beschlossen werden soll. Grüne und Verbraucherschützer begrüßten insbesondere das neue Standardprodukt, das Geringverdienern den Einstieg in die private Vorsorge erleichtern soll.

Koalition einigt sich auf neue private Altersvorsorge

Die Koalitionsfraktionen haben sich auf eine Reform der privaten Altersvorsorge geeinigt. Nach dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Gesetzentwurf soll ein neues steuerlich gefördertes Vorsorgemodell die bisherige Riester-Rente ersetzen. Damit werde die private Altersvorsorge als wichtiger Baustein der gesamten Altersvorsorge insbesondere für Menschen mit geringerem Einkommen attraktiver, sagte die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Frauke Heiligenstadt, bei der Vorstellung der Pläne.

Textgröße ändern: