Pallade Veneta - Bürgermeister: Tausende Wohngebäude in Kiew nach russischem Angriff ohne Heizung

Bürgermeister: Tausende Wohngebäude in Kiew nach russischem Angriff ohne Heizung


Bürgermeister: Tausende Wohngebäude in Kiew nach russischem Angriff ohne Heizung
Bürgermeister: Tausende Wohngebäude in Kiew nach russischem Angriff ohne Heizung / Foto: Sergei GAPON - AFP

Nach einem russischen Luftangriff sind tausende Wohngebäude laut offiziellen Angaben in Kiew bei zweistelligen Minusgraden ohne Heizung. Nach dem nächtlichen Angriff seien "5635 Wohngebäude ohne Heizung", erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am Dienstag im Onlinedienst Telegram. Mindestens eine Frau wurde demnach verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Textgröße ändern:

In Kiew herrschten am frühen Morgen Temperaturen von bis zu Minus 14 Grad Celsius. Zudem sei in weiten Teilen der Stadt die Wasserversorgung unterbrochen, fügte Klitschko hinzu. Zu den bei den Bombardements beschädigten Gebäuden zählt demnach ein Schulgebäude. Bedienstete der Stadt und des zuständigen Energieversorgers arbeiteten bereits daran, die Wärme-, Strom- und Wasserversorgung wiederherzustellen.

Russland griff die Hauptstadt und die umliegende Region in der Nacht zum Dienstag zunächst mit Kampfdrohnen und dann mit Marschflugkörpern an. AFP-Reporter berichteten über mehrere Explosionen im Zentrum Kiews. Auch die ukrainische Luftabwehr war im Einsatz.

Russland greift die ukrainische Energieinfrastruktur immer wieder mit Drohnen und Raketen an, um die Moral der Zivilbevölkerung zu brechen. Kiew und viele weitere Städte sind dadurch oft in Dunkelheit getaucht, die Bewohnerinnen und Bewohner können nur schlecht heizen. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Freitag den Energie-Notstand für die Hauptstadtregion ausgerufen.

Am 9. Januar hatte die russische Armee ihren bislang heftigsten Angriff auf die Energieinfrastruktur der ukrainischen Hauptstadt ausgeführt. Rund die Hälfte der Stadt war in dessen Folge bei klirrender Kälte von der Wärmeversorgung abgeschnitten. Zahlreiche Kiewer hatten tagelang keinen Strom.

Bürgermeister Klitschko zufolge waren 80 Prozent der Gebäude, in denen die Heizung infolge des erneuten russischen Angriffs ausfiel, bereits vor zehn Tagen betroffen.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Entscheidung über Schadenersatzklage nach Germanwings-Absturz

Mehr als elf Jahre nach der Germanwings-Katastrophe entscheidet das Landgericht Braunschweig am Dienstag (11.00 Uhr) über eine Schadenersatzklage von 30 Hinterbliebenen gegen den deutschen Staat. Die Kläger werfen dem in der niedersächsischen Stadt ansässigen Luftfahrtbundesamt vor, dass nicht genügend überwacht worden sei, ob der Kopilot flugtauglich sei. Der Staat habe somit seine Amtspflichten verletzt. Sie fordern Schadenersatz zwischen 500 und 110.000 Euro.

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Textgröße ändern: