Pallade Veneta - Bahn will mit Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen sorgen

Bahn will mit Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen sorgen


Bahn will mit Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen sorgen
Bahn will mit Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen sorgen / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Die Deutsche Bahn (DB) will mehr Sicherheitskräfte sowie Personal und Geld für Reinigung und Reparaturen an ihren Bahnhöfen einsetzen. DB-Chefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) leiteten am Dienstag ein Sofortprogramm ein, "mit dem das Stationserlebnis für die Kundinnen und Kunden bereits in diesem Jahr spürbar ansprechender wird", wie die DB mitteilte. Zuerst geht es demnach an 25 Bahnhöfen los, darunter etwa der Berliner Hauptbahnhof.

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"Insgesamt stehen in diesem Jahr rund 50 Millionen Euro zusätzlich für Sicherheit und Sauberkeit an den Bahnhöfen zur Verfügung", erklärte Palla. Die Fahrgäste "sollen erleben, dass sich rasch etwas zum Positiven verändert".

Den Angaben nach setzt das Unternehmen in diesem Jahr zusätzliches Sicherheitspersonal etwa an den Hauptbahnhöfen Mainz, Mannheim und Hamburg ein. Mit der Bundespolizei werde überdies daran gearbeitet, weitere Bahnhöfe mit Kameras und Videotechnik auszustatten. Eine Präventionskampagne solle zudem unter anderem den Respekt gegenüber DB-Mitarbeitenden stärken.

Weiterhin wird laut DB die regelmäßige Bahnhofsreinigung verstärkt, auch soll an nun 1400 statt zuvor 700 Bahnhöfen ein "Frühjahrsputz" stattfinden. Dazu gehörten viele Bahnhöfe im ländlichen Raum, erklärte das Unternehmen. Ebenfalls sollen mobile Handwerksteams bundesweit schneller Reparaturen erledigen.

"Viele Maßnahmen, wie die Modernisierung des Netzes, brauchen Zeit. Aber es gibt auch vieles, was man sofort besser machen kann", erklärte Bundesverkehrsminister Schnieder. "Dazu gehören die Sauberkeit und Sicherheit unserer Bahnhöfe."

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßte die neuen Pläne. "Das ist ein erster Schritt, der dringend nötig ist", sagte der Vorsitzende Detlef Neuß der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). "Verstärkt werden muss allerdings auch die Sicherheit an den Bahnsteigen." Denn dort werde mitunter öfter gedealt als in den Bahnhöfen selber.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erklärte mehr Sicherheit an den Bahnhöfen für unerlässlich. "Die großen Bahnhöfe haben sich zu kriminellen Hotspots entwickelt", sagte der GdP-Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der Zeitung. Bei der Videotechnik sei es an der Zeit, auf KI-Unterstützung zurückzugreifen. Dies würde eine "professionelle Hilfe darstellen und zugleich auch personell etwas entlasten", fuhr Roßkopf fort und forderte die DB auf, sich eng mit der Bundespolizei abzustimmen.

Indes forderten die Grünen mehr Mittel vom Bund für die Bahnhofssanierung. Notwendig sei mehr als das Doppelte für eine angemessene Finanzierung, sagte der Bahnexperte der Fraktion, Matthias Gastel, dem Blatt. "Dann könnten Sanierungsmaßnahmen und Barrierefreiheit schneller vorangebracht werden. Das ist Schnieders Hausaufgabe, die er nicht erledigt."

E.M.Filippelli--PV

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