Pallade Veneta - Nach Nestlé ruft auch Lactalis Säuglingsnahrung wegen Toxin Cereulid zurück

Nach Nestlé ruft auch Lactalis Säuglingsnahrung wegen Toxin Cereulid zurück


Nach Nestlé ruft auch Lactalis Säuglingsnahrung wegen Toxin Cereulid zurück
Nach Nestlé ruft auch Lactalis Säuglingsnahrung wegen Toxin Cereulid zurück / Foto: DAMIEN MEYER - AFP/Archiv

Nach dem Schweizer Lebensmittelriesen Nestlé hat nun auch der französische Milchindustriekonzern Lactalis am Mittwoch einen groß angelegte Rückrufaktion von Säuglingsnahrung in mehreren Ländern gestartet, weil diese möglicherweise das Toxin Cereulid enthalten könnte. Die französischen Behörden stellten eine Verbindung zwischen den beiden Vorfällen her: "Die derzeit von Nestlé und Lactalis durchgeführten Rückrufaktionen sind tatsächlich auf einen Rohstoff zurückzuführen, der von ein und demselben Hersteller in China geliefert wurde", telte das französische Landwirtschaftsministerium der Nachrichtenagentur AFP mit.

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Zu den von dem Rückruf betroffenen Ländern gehören den Angaben zufolge Frankreich, China, Australien und Mexiko. Cereulid ist eine Substanz bakteriellen Ursprungs, die Durchfall und Erbrechen verursachen kann. Säuglingsmilch, die als Ergänzung oder Ersatz für Muttermilch verwendet wird, wird streng kontrolliert.

Laut der Organisation Foodwatch handelt es sich bei der chinesischen Firma um einen der weltweit wenigen Lieferanten von Arachidonsäure (ARA), einer in Europa streng regulierten Substanz, die als Quelle für Omega-6-Fettsäuren in bestimmten Säuglingsmilchprodukten enthalten ist.

Die NGO kündigte am Mittwoch an, Klage gegen Unbekannt zu erheben, um "Licht ins Dunkel" der Rückrufe zu bringen. Weltweit seien Millionen Säuglinge betroffen, betonte Foodwatch.

Anfang Januar hatten mehrere Tochtergesellschaften von Nestlé in Europa - insbesondere in Deutschland, Italien, Schweden und Frankreich - bestimmte Produktchargen zurückgerufen. Insgesamt waren 60 Länder betroffen.

Unter Säuglingsmilch-Herstellern hat es in den vergangenen Jahren mehrfach Gesundheitswarnungen und Rückrufaktionen gegeben - einige erwiesen sich als begründet, andere nicht.

E.Magrini--PV

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