Pallade Veneta - Trump droht Europa mit "großem Gegenschlag" bei Abstoßen von US-Staatsanleihen

Trump droht Europa mit "großem Gegenschlag" bei Abstoßen von US-Staatsanleihen


Trump droht Europa mit "großem Gegenschlag" bei Abstoßen von US-Staatsanleihen
Trump droht Europa mit "großem Gegenschlag" bei Abstoßen von US-Staatsanleihen / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP

US-Präsident Donald Trump hat den Europäern mit vehementen Vergeltungsmaßnahmen für den Fall gedroht, dass sie in großem Stil US-Staatsanleihen abstoßen. Sollte dies geschehen, würden die USA mit einem "großen Gegenschlag" antworten, sagte Trump am Donnerstag dem US-Sender Fox Business. "Und wir haben alle Karten in der Hand", fügte der US-Präsident in dem Interview hinzu, das er am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos gab.

Textgröße ändern:

Über die Option eines möglichen massiven Abstoßens von US-Staatsanleihen war in den vergangenen Tagen in Europa im Zuge des Streits mit den USA um Grönland diskutiert worden. Allerdings wurde der durch Trumps Drohungen mit einer US-Übernahme der zum Nato- und EU-Mitgliedstaat Dänemark gehörenden Arktis-Insel ausgelöste Streit inzwischen entschärft.

Am Mittwoch vollzog Trump eine Kehrtwende, indem er in einer Rede beim Weltwirtschaftsforum die Anwendung von Gewalt für eine US-Übernahme von Grönland ausschloss. Wenig später gab Trump dann eine vorläufige Einigung mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Grönland-Streit bekannt. In dem Streit angedrohte Strafzölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder sagte der US-Präsident ab.

Ausländer halten rund ein Drittel der gehandelten US-Staatsanleihen - allen voran Japan. Weitere wichtige Inhaber von US-Staatsanleihen sind Belgien, Frankreich, Großbritannien und Kanada. Würden europäische Staaten sich in einer gemeinsamen Strategie all ihrer US-Staatsanleihen entledigen, könnte das für die USA schmerzhaft werden: In dem Fall stiegen die langfristigen Renditen, und die US-Regierung müsste tendenziell mehr zahlen, um sich am Markt Geld zu leihen.

M.Romero--PV

Empfohlen

Nasa will Mondbasis bauen und stoppt Pläne für Raumstation mit ESA-Beteiligung

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa stoppt ihre Pläne für eine Mond-nahe Raumstation mit europäischer Beteiligung. Nasa-Chef Jared Isaacman erklärte am Dienstag im Nasa-Hauptquartier in Washington, die Behörde wolle das Projekt "Gateway in seiner derzeitigen Form pausieren". Daran ist unter anderem die europäische Raumfahrtagentur ESA beteiligt. Stattdessen will die Nasa für 20 Milliarden Dollar (gut 17 Milliarden Euro) eine Basis auf dem Mond bauen.

Ausgeriestert: Koalition stellt neue private Altersvorsorge vor

Neue Anlageformen, attraktivere Zulagen und die Aufnahme von Selbstständigen in den Kreis der Berechtigten: Ein neues steuerlich gefördertes Vorsorgemodell soll die bisherige Riester-Rente ersetzen. Die Koalitionsfraktionen stellten am Dienstag einen Gesetzentwurf zur privaten Altersvorsorge vor, der am Freitag im Bundestag beschlossen werden soll. Grüne und Verbraucherschützer begrüßten insbesondere das neue Standardprodukt, das Geringverdienern den Einstieg in die private Vorsorge erleichtern soll.

Koalition einigt sich auf neue private Altersvorsorge

Die Koalitionsfraktionen haben sich auf eine Reform der privaten Altersvorsorge geeinigt. Nach dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Gesetzentwurf soll ein neues steuerlich gefördertes Vorsorgemodell die bisherige Riester-Rente ersetzen. Damit werde die private Altersvorsorge als wichtiger Baustein der gesamten Altersvorsorge insbesondere für Menschen mit geringerem Einkommen attraktiver, sagte die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Frauke Heiligenstadt, bei der Vorstellung der Pläne.

Ifo: Deutscher Pass bei Geburt senkt Kriminalität migrantischer Jugendlicher

Ein deutscher Pass bei Geburt kann die Kriminalität von männlichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund spürbar senken. Zu diesem Schluss kam das Münchner Ifo-Institut in einer am Dienstag veröffentlichten Studie, in der Daten der polizeilichen Kriminalstatistik aus den drei Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Berlin ausgewertet wurden. In diesen drei Ländern lebt rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung.

Textgröße ändern: