Pallade Veneta - Einsparungen von halber Milliarde: Bahn-Chefin Palla will Konzernleitung verschlanken

Einsparungen von halber Milliarde: Bahn-Chefin Palla will Konzernleitung verschlanken


Einsparungen von halber Milliarde: Bahn-Chefin Palla will Konzernleitung verschlanken
Einsparungen von halber Milliarde: Bahn-Chefin Palla will Konzernleitung verschlanken / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP

Bahn-Chefin Evelyn Palla hat "eine deutliche Verschlankung der Konzernleitung" angekündigt. Dies werde jährliche Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro bringen, sagte Palla am Montagabend bei einem Neujahrsempfang in Berlin. Mit Blick auf die Pünktlichkeit der Züge schwor sie Bahnfahrer in Deutschland auf ein weiteres schwieriges Jahr ein.

Textgröße ändern:

"Wir sagen ja zu unseren operativen Geschäften immer, ihr müsst mehr Geld verdienen und dann kann es nicht sein, dass die Konzernleitung diesen Geschäften auch auf der Tasche liegt", führte Palla aus. Die Südtirolerin steht seit Anfang Oktober an der Spitze des DB-Konzerns und hatte bereits angekündigt, in der Managementebene unterhalb des Konzernvorstands massiv zu kürzen - 21 von 43 Posten fallen dort weg.

"Wir wollen den Fokus legen auf die Funktionen, die uns tatsächlich unterstützen, dass die Qualität der Eisenbahn in der Fläche besser wird", sagte Palla weiter. "Und von dem Rest, von allem anderen werden wir uns verabschieden, weil wir uns das einfach nicht mehr leisten können."

Die DB steckt tief in der Krise. Große Teile der Infrastruktur sind marode und störanfällig, die Pünktlichkeitswerte insbesondere im Fernverkehr leiden darunter. Laut Palla wird sich dies kurzfristig auch nicht verbessern. Zuletzt hatte das Winterwetter für massive Störungen gesorgt, die Pünktlichkeitsquote im Januar dürfte darunter stark leiden.

"Zudem werden wir in 2026 ein sogenanntes Superbaujahr erleben", sagte die Bahn-Chefin. "Mit 28.000 Baustellen werden das noch etwa 2000 Baustellen mehr sein als im letzten Jahr. Und auch das wird dazu führen, dass die Pünktlichkeit weiter unter Druck bleibt."

U.Paccione--PV

Empfohlen

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Rekord: Anteil von E-Autos an Neuzulassungen steigt auf 34,5 Prozent

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken - und die staatliche E-Auto-Prämie sorgt für einen Extra-Schub: Der Marktanteil von Elektro-Pkw erreichte im September 34,5 Prozent und damit den höchsten Wert jemals. 100.000 Anträge für die Kaufprämie wurden bis Anfang Oktober bewilligt. Automarktexperte Constantin Gall kritisierte, für die Hersteller sei dieser Boom ein "echtes Dilemma" - sie könnten nicht abschätzen, ob er auch anhält.

Textgröße ändern: