Pallade Veneta - Dollar sackt weiter ab - Euro-Kurs übersteigt symbolische Schwelle von 1,20 Dollar

Dollar sackt weiter ab - Euro-Kurs übersteigt symbolische Schwelle von 1,20 Dollar


Dollar sackt weiter ab - Euro-Kurs übersteigt symbolische Schwelle von 1,20 Dollar
Dollar sackt weiter ab - Euro-Kurs übersteigt symbolische Schwelle von 1,20 Dollar / Foto: SAUL LOEB - AFP

Der Wert des Dollar ist weiter abgesackt. Der Euro überstieg im Gegenzug am Dienstagabend die symbolische Schwelle von 1,20 Dollar. Hintergrund sind Aussagen von US-Präsident Donald Trump, die suggerieren, dass der Wertverlust der US-Währung mindestens akzeptabel ist.

Textgröße ändern:

"Nein, ich finde das großartig", sagte Trump in Iowa auf eine entsprechende Frage von Reportern. "Schauen Sie sich unsere Geschäfte an. Der Dollar läuft großartig." Es sei richtig, dass der Dollar "sein eigenes Niveau findet", ergänzte Trump. Wenn er wollte, könne er den Währungskurs aber "auf- und absteigen lassen wie ein Jo-Jo".

Die europäische Währung hatte im Laufe des Dienstags bereits ihren höchsten Stand seit mehr als vier Jahren erreicht. Am Abend ging es für den Dollar dann weiter bergab. Am Ende wurden für einen Euro 1,2043 Euro fällig. Der Dollar sank auch gegenüber dem Pfund, dem südkoreanischen Won und dem chinesischen Yuan.

"Die politische Unvorhersehbarkeit wirkt sich zweifellos negativ auf den Dollar aus", erklärten die Analysten von Monex USA. "Das Vertrauen in den Dollar als wichtigsten Garanten für Sicherheit scheint unter der Präsidentschaft von Trump geschwunden zu sein", erklärte Joshua Mahony, Analyst bei Scope Markets.

Der schwache Dollar ist für europäische Verbraucher zunächst eine gute Nachricht. US-Importe und Waren wie Erdöl, die in Dollar gehandelt werden, verbilligen sich dadurch. Für die Exportwirtschaft ist die Stärke des Euro hingegen hinderlich, weil europäische Produkte dadurch in den USA teurer werden.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Bundeskanzler Merz reist in die Golfregion

Friedrich Merz (CDU) bricht am Mittwoch zu seiner ersten Reise als Bundeskanzler in die Golfregion auf. Zunächst geht es nach Saudi-Arabien, wo nach Angaben aus Regierungskreisen eine Reihe von vornehmlich wirtschaftlichen Vereinbarungen getroffen werden soll. Auch Rüstungsexporte in das Land könnten demnach eine Rolle spielen. Am Donnerstag reist Merz weiter nach Katar, am Freitag in die Vereinigten Arabischen Emirate.

"Shutdown" in den USA beendet: Trump unterzeichnet Haushaltsgesetz

Nach knapp vier Tagen ist der "Shutdown" in den USA beendet. Präsident Donald Trump unterzeichnete am Dienstag ein Haushaltsgesetz und beendete damit die seit Samstag andauernde Budgetsperre für einen Teil der Bundesverwaltung. Zuvor hatte der Kongress die Vorlage gebilligt.

EU-Kommission weist neue "Zensur"-Vorwürfe aus Washington scharf zurück

Die EU-Kommission hat neue "Zensur"-Vorwürfe aus Washington scharf zurückgewiesen. "Reiner Unsinn", reagierte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag auf ein 160-seitiges Dokument aus dem Justizausschuss im US-Repräsentantenhaus, in dem der EU eine "jahrzehntelange Kampagne der Zensur des weltweiten Internets" vorgeworfen wird. Der Republikaner-geführte Ausschuss hatte das Dokument kurz zuvor veröffentlicht.

Steigende Armutsgefährdung: Forderungen nach Stärkung des Sozialstaat

Angesichts aktueller Zahlen zur wachsenden Armutsgefährdung in Deutschland sind Forderungen nach einer Stärkung des Sozialstaats laut geworden. So warnte etwa der Sozialverband Deutschland vor Kürzungen im sozialen Bereich, während der Paritätische Gesamtverband einen "Armutsvermeidungs-Check" bei sozialpolitischen Reformen forderte. Hintergrund ist eine Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts vom Dienstag, wonach der Anteil der armutsgefährdeten Menschen in Deutschland 2025 auf 16,1 Prozent stieg. 2024 lag der Anteil noch bei 15,5 Prozent.

Textgröße ändern: