Pallade Veneta - Finanztip zu Gold-Verkauf: Ankaufspreise vergleichen lohnt sich

Finanztip zu Gold-Verkauf: Ankaufspreise vergleichen lohnt sich


Finanztip zu Gold-Verkauf: Ankaufspreise vergleichen lohnt sich
Finanztip zu Gold-Verkauf: Ankaufspreise vergleichen lohnt sich / Foto: - - AFP

Ob Goldschmuck oder Münzen: Wer angesichts des derzeitigen Kurshochs für das Edelmetall Altgold loswerden möchte, sollte nach Angaben des Verbraucherportals Finanztip einiges beachten. Vor einem möglichen Verkauf sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher gut informieren, erklärte Finanztip am Freitag. So seien für den Ankaufspreis nicht nur Gewicht und Feingehalt entscheidend, sondern auch Form - etwa Barren und Münzen - sowie Jahrgang und Zustand.

Textgröße ändern:

"Ankaufspreise vergleichen lohnt sich", erklärte das Portal. Informieren können sich Verbraucher laut Finanztip beispielsweise über spezialisierte Online-Plattformen, die die Preise bei vertrauenswürdigen Händlern ermitteln. Grundsätzlich lasse sich der Wert auch selbst mit einer Faustformel einfach berechnen - zumindest wenn der Goldanteil eines Schmuckstücks bekannt ist.

Dann gilt die Rechnung: Gewicht mal Goldanteil mal Goldpreis pro Gramm in Euro, wie Finanztip erläuterte. Im Falle eines sieben Gramm schweren 585er-Goldrings und beim aktuellen Goldpreis von über 4600 Euro pro Unze (rund 31,1 Gramm) ergibt sich daraus (7 mal 0,585 mal 148) ein Wert von mehr als 600 Euro für den Ring.

Wer Gold verkaufe, bekomme in der Regel allerdings nicht diesen Materialwert, schränkte Hermann-Josef Tenhagen von Finanztip ein und verwies darauf, dass Goldhändler einen Abschlag von rund zehn Prozent einberechnen. "Am einfachsten ist der Verkauf erfahrungsgemäß bei einem seriösen Händler vor Ort", erklärte er. Idealerweise sei dieser Händler Mitglied im Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels. Beim Goldverkauf an einen Onlinehändler könnten hingegen Versand und Versicherung zusätzliche Kosten verursachen.

Steuerlich gilt demnach, dass bei einem Verkauf der Gewinn steuerfrei bleibt, wenn das physische Gold zuvor mindestens ein Jahr lang besessen wurde. Für kürzere Zeiträume gelte die Freigrenze privater Veräußerungsgeschäfte von 1000 Euro pro Jahr, fügte Finanztip hinzu. Das heißt: Bei Veräußerungsgewinnen oberhalb dieser Grenze muss dies in der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

Wer stattdessen in Gold investieren möchte - ob in Münzen, Barren oder Wertpapiere - sollte laut Finanztip darauf achten, dass Investitionen in das Edelmetall maximal zehn Prozent des Gesamtvermögens ausmachen. "Gold eignet sich aus unserer Sicht vor allem als Absicherung", erklärte Tenhagen.

Für eine möglichst sichere Lagerung von Gold kommen nach Einschätzung des Portals vor allem zwei Möglichkeiten für Verbraucherinnen und Verbraucher in Betracht: ein fest verbauter Tresor zuhause oder ein Bankschließfach, wobei die Kosten des Schließfachs je nach Größe und Standort zwischen 100 und 150 Euro im Jahr liegen.

In beiden Fällen sollten Anlegerinnen und Anleger ihre Hausratversicherung prüfen, riet Finanztip. Banken hafteten bei Schließfächern oft nur für einen beschränkten Wert - unabhängig vom tatsächlichen Wert des Inhalts, wie auch der Bankeinbruch in Gelsenkirchen im Dezember vor Augen geführt habe.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Neuer Höchststand bei Beziehern von Grundsicherung im Alter

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr bezogen rund 771.000 Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter - das waren 36,7 Prozent mehr als noch im Jahr 2020: Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

ADAC: Entlastung durch Tankrabatt schmilzt - Spritpreise steigen wieder leicht

Die Entlastung durch den Tankrabatt schrumpft nach Einschätzung des ADAC schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung "hat zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei den Kraftstoffen geführt", jedoch seien die Preise besonders bei Super E10 in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen, teilte der Automobilclub in München am Montag mit. "Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden."

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Rekord: Anteil von E-Autos an Neuzulassungen steigt auf 34,5 Prozent

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken - und die staatliche E-Auto-Prämie sorgt für einen Extra-Schub: Der Marktanteil von Elektro-Pkw erreichte im September 34,5 Prozent und damit den höchsten Wert jemals. 100.000 Anträge für die Kaufprämie wurden bis Anfang Oktober bewilligt. Automarktexperte Constantin Gall kritisierte, für die Hersteller sei dieser Boom ein "echtes Dilemma" - sie könnten nicht abschätzen, ob er auch anhält.

Textgröße ändern: