Pallade Veneta - Deutlich mehr Anträge von Verbrauchern auf Schlichtung durch Bundesnetzagentur

Deutlich mehr Anträge von Verbrauchern auf Schlichtung durch Bundesnetzagentur


Deutlich mehr Anträge von Verbrauchern auf Schlichtung durch Bundesnetzagentur
Deutlich mehr Anträge von Verbrauchern auf Schlichtung durch Bundesnetzagentur / Foto: JOHANNES EISELE - AFP

Im vergangenen Jahr haben sich deutlich mehr Verbraucher wegen Problemen etwa beim Paketversand oder mit Internetanbietern an die Bundesnetzagentur gewandt. Die Schlichtungsstelle Post der Bonner Behörde erhielt 25 Prozent mehr Anträge als im Vorjahr, die Schlichtungsstelle Telekommunikation sogar mehr als doppelt so viele, wie die Netzagentur am Montag mitteilte.

Textgröße ändern:

Im Bereich Telekommunikation legten die Antragszahlen von 2534 im Jahr 2024 auf 5524 zu. In 1274 Fällen sei eine Einigung erzielt worden, erklärte die Bundesnetzagentur. Besonders häufig waren demnach unlautere Geschäftspraktiken beim telefonischen Abschluss von Verträgen Anlass.

Die Schlichtungsstelle weist darauf hin, dass ein am Telefon abgeschlossener Vertrag über Telekommunikationsdienste wie Internet- oder Mobilfunkverträge erst wirksam wird, wenn die Verbraucherin oder der Verbraucher den Vertrag im Anschluss an das Telefongespräch in Textform genehmigt. Nun komme es häufig vor, dass Unternehmen während des Telefonats eine Vertragszusammenfassung per E-Mail zusenden und die Verbraucher am Telefon drängen, den Vertrag sofort zu genehmigen.

Ein weiterer Grund, der auch im Vorjahr zu vielen Schlichtungsanträgen geführt hatte, betrifft nicht eingehaltene Termine für die Bereitstellung von Glasfaseranschlüssen. Zum Streit komme es laut Bundesnetzagentur häufig, wenn Unternehmen darauf bestehen, dass die Vertragslaufzeit erst mit der Bereitstellung beginnt und sie Kundinnen und Kunden deshalb auch mehr als zwei Jahre nach Abschluss des Vertrages nicht aus dem Vertrag entlassen wollen.

Weitere Themen der Schlichtungsstelle Telekommunikation waren technische Störungen, Rechnungsbeanstandungen, verminderte Datenübertragungsraten, Umzüge, Anbieterwechsel oder die Sperre von Anschlüssen. Bei der Schlichtungsstelle Post entfielen 75 Prozent aller Schlichtungsanträge auf Schwierigkeiten bei der Paketzustellung, meistens ging es um den Verlust der Sendung. Insgesamt stellten Verbraucher hier 4804 förmliche Anträge, nach 3821 im Vorjahr.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Kolumbianisches Schiff mit Hilfslieferungen erreicht Kuba

Ein kolumbianisches Schiff mit Hilfslieferungen hat die seit Monaten unter einer US-Energieblockade leidende Karibikinsel Kuba erreicht. Die "ACR Caribe" der kolumbianischen Streitkräfte traf am Freitagmorgen im Hafen von Havanna ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Der kolumbianischen Regierung zufolge hat das Marineschiff rund hundert Tonnen Lebensmittel, Medikamente, Krankenhausbedarf und Solarpanele transportiert.

SpaceX-Aktie nach Börsenstart auf Höhenflug - Musk erster Billionär der Welt

Der US-Raumfahrtkonzern SpaceX ist zu seinem Börsenstart auf Höhenflug gegangen: Kurz nach Handelsbeginn am Freitag legte der Wert der SpaceX-Aktie in New York um rund 23 Prozent auf 166 Dollar (rund 144 Euro) zu. Musk ist damit auf Kurs zum größten Aktiendebüt der Geschichte.

EU einigt sich im Streit um Flugpassagierrechte - nur kleine Änderungen

Nach jahrelangen Verhandlungen hat die EU sich im Streit um Rechte von Flugzeugpassagieren geeinigt. Die bisher vorgesehenen Entschädigungszahlungen bei verspäteten Flügen werden beibehalten, wie ein hochrangiger EU-Diplomat am Freitag mitteilte. Übrig blieben demnach am Ende nur kleinere Änderungen, etwa die Pflicht für Fluganbieter, Preise standardmäßig "inklusive Handgepäck" anzuzeigen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) begrüßte die Einigung.

Bundesrat fordert Änderungen am neuen Heizungsgesetz - aber keine scharfe Kritik

Der Bundesrat hat Änderungen am geplanten Ersatz des sogenannten Heizungsgesetzes gefordert. Die Länderkammer beschloss am Freitag einen entsprechenden Antrag. Zuvor hatten der Wirtschafts- und der Umweltausschuss den Entwurf für das Gebäudemodernisierungsgesetz als "handwerklich mangelhaft" und "nicht praxistauglich" kritisiert. Im Plenum des Bundesrats fand diese scharfe Kritik allerdings keine Mehrheit.

Textgröße ändern: