Pallade Veneta - Toyota erhöht Gewinnprognose - und ernennt neuen Chef

Toyota erhöht Gewinnprognose - und ernennt neuen Chef


Toyota erhöht Gewinnprognose - und ernennt neuen Chef
Toyota erhöht Gewinnprognose - und ernennt neuen Chef / Foto: Yuichi YAMAZAKI - AFP

Der größte Autohersteller der Welt, Toyota, erhöht trotz der Schwierigkeiten im Handel mit den USA seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Gleichzeitig erklärte der japanische Konzern, er müsse dringend die Rentabilität steigern. Daher werde der bisherige Finanzchef Kenta Kon ab April den bisherigen Chef Koji Sato ersetzen.

Textgröße ändern:

Toyota veröffentlichte am Freitag Quartalszahlen, die besser als erwartet ausfielen. Daher erhöhte der Konzern seine Gewinnprognose für das bis März laufende Geschäftsjahr: Erwartet werden nun netto 3,57 Billionen Yen (19,3 Milliarden Euro) statt bislang 2,93 Milliarden Yen. Der Umsatz wird demnach bei 50 Billionen Yen (271 Milliarden Euro) liegen, das wären rund vier Prozent mehr als bislang erwartet. Der Konzern erklärte, die Nachfrage nach Autos von Toyota sei "trotz der anhaltenden Auswirkungen der US-Zölle" weiterhin groß.

Autos aus Japan wurden von April bis September 2025 mit 25 Prozent zusätzlich besteuert, seitdem - laut Abkommen zwischen Japan und den USA - mit 15 Prozent. Dennoch stiegen die Verkäufe von Toyota in den USA im Gesamtjahr 2025 um acht Prozent.

Die Vereinigten Staaten sind ein wichtiger Markt für Toyota - dort verkauft der Konzern ein Viertel seiner Autos. Auch wegen der Zölle erhöhten die Japaner im vergangenen Jahr die Produktion in ihren elf US-Werken um zehn Prozent. Weiterhin wurde fast die Hälfte der in den USA verkauften Toyotas - 1,13 Millionen von 2,52 Millionen - importiert und unterlag damit den hohen Zöllen.

Toyota beziffert die Kosten durch die Zölle auf 1,45 Billionen Yen im laufenden Geschäftsjahr. Diese "negativen Auswirkungen" habe der Konzern durch Kosteneinsparungen und "Marketingbemühungen" abmildern können, erklärte das Unternehmen. Wie andere japanische Autohersteller senkte Toyota die Preise für Exportautos. Der Gewinn von Toyota allein im Quartal von Oktober bis Dezember sank so deutlich - um 43 Prozent auf noch 1,26 Billionen Yen.

Der Konzern begründete den Austausch des Chefs am Freitag mit der Notwendigkeit, die Rentabilität zu verbessern: Die Neuordnung "soll die Entscheidungsfindung des Managements beschleunigen, um auf Veränderungen im internen und externen Umfeld zu reagieren", teilte Toyota mit.

Der 57-jährige Kenta Kon ist seit 35 Jahren bei Toyota. Er war ab 2008 acht Jahre lang der persönliche Sekretär des früheren Toyota-Chefs Akio Toyoda, Enkel des Toyota-Gründers, und wechselte dann in die Finanzabteilung. Akio Toyoda hatte den Autohersteller bis 2023 geführt, dann wurde Koji Sato sein Nachfolger.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Bundesrat fordert Änderungen am neuen Heizungsgesetz - aber keine scharfe Kritik

Der Bundesrat hat Änderungen am geplanten Ersatz des sogenannten Heizungsgesetzes gefordert. Die Länderkammer beschloss am Freitag einen entsprechenden Antrag. Zuvor hatten der Wirtschafts- und der Umweltausschuss den Entwurf für das Gebäudemodernisierungsgesetz als "handwerklich mangelhaft" und "nicht praxistauglich" kritisiert. Im Plenum des Bundesrats fand diese scharfe Kritik allerdings keine Mehrheit.

Bildungsminister: Kinder in Umgang mit sozialen Medien stärken

Kinder und Jugendliche sollen nach dem Willen der Bildungsminister der Länder im Umgang mit sozialen Medien gestärkt und dadurch besser vor den negativen Auswirkungen geschützt werden. Ziel sein es, "Kinder und Jugendliche zu einem reflektierten, kritischen und sicheren Umgang mit Social Media zu befähigen", erklärte die bayerische Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler), die derzeit Präsidentin der Bildungsministerkonferenz ist, am Freitag.

Bundesrat billigt Apothekenreform - mehr Angebote für Kunden vorgesehen

Apotheken sollen eine größere Rolle in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung spielen. Der Bundesrat billigte am Freitag in Berlin das zuvor vom Bundestag verabschiedete Reformgesetz. Es sieht vor, Apotheken wirtschaftlich zu stärken und ihnen mehr Befugnisse zu geben, um das Versorgungsangebot zu erweitern.

Stadt Brüssel verbietet Leihroller wegen zahlreicher Unfälle

Brüssel verbannt ab 2027 elektrische Leihtretroller von den Straßen der belgischen Hauptstadt. "Zu viele Unfälle, zu viele Störungen, zu viel Missbrauch - Brüssel macht Schluss mit den Leihtretrollern", erklärte der Chef der Brüsseler Regionalregierung, Boris Dillies, am Donnerstag. Die Lizenzen der Unternehmen Bolt und Dott für das Anbieten ihrer Gefährte läuft zum Ende des Jahres aus, wie die Regionalverwaltung mitteilte.

Textgröße ändern: