Pallade Veneta - Musk: SpaceX legt Fokus künftig auf den Mond

Musk: SpaceX legt Fokus künftig auf den Mond


Musk: SpaceX legt Fokus künftig auf den Mond
Musk: SpaceX legt Fokus künftig auf den Mond / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP/Archiv

SpaceX-Chef Elon Musk stellt seine ehrgeizigen Pläne zur Besiedlung des Mars zurück und will sich nach eigenen Worten zunächst auf leichter erreichbare Ziele konzentrieren: Sein Raumfahrtunternehmen lege seinen Fokus jetzt auf den Bau einer Stadt auf dem Mond, schrieb Musk am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X. "Wir könnten das möglicherweise in weniger als zehn Jahren schaffen, wogegen es beim Mars mehr als 20 Jahre dauern würde", schrieb er zur Begründung.

Textgröße ändern:

Zudem seien Flüge zum Mars nur alle 26 Monate möglich, wenn die Planeten richtig stehen, ergänzte Musk. "Zum Mond können wir alle zehn Tage abheben."

Experten hatten Musks Pläne zur Kolonisierung des Roten Planeten in der Vergangenheit als unrealistisch und überambitioniert kritisiert. 2016 hatte der Tech-Milliardär in Aussicht gestellt, 2024 erstmals Raumfahrer zum Mars zu bringen. Fünf Jahre zuvor hatte er dem "Wall Street Journal" gesagt, die ersten SpaceX-Astronauten würden "im besten Fall in zehn Jahren und im schlechtesten Fall in 15 bis 20 Jahren" zum Mars fliegen - also zwischen 2021 und 2031.

Auch US-Präsident Donald Trump hat seine Prioritäten für die US-Raumfahrt in jüngster Zeit geändert. Im Dezember wies er die Raumfahrtbehörde Nasa per Dekret an, bis zum Jahr 2028 wieder Astronauten zum Mond zu bringen. Bis 2030 soll die Nasa nach Trumps Willen zudem "erste Elemente einer dauerhaften Mondstation" errichten und Pläne für Atomreaktoren im All konkretisieren. Das Dekret markierte eine Abkehr von Trumps früheren Ankündigungen, noch vor Ende seiner Amtszeit US-Raumfahrer zum Mars zu bringen.

Nach derzeitiger Planung ist die nächste bemannte US-Mondlandung für Mitte kommenden Jahres mit der Artemis-3-Mission geplant. Experten erwarten jedoch eine Verschiebung, da das derzeit bei SpaceX entwickelte Landegerät noch nicht fertig ist.

Die USA waren zuletzt mit ihren Apollo-Missionen zwischen 1969 und 1972 insgesamt sechs Mal auf dem Mond gelandet. Das Artemis-Programm der Nasa sieht nun neben einer Mondlandung auch den Bau einer dauerhaften Mondstation vor.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Befragung: Mittelstand setzt wegen Trump vermehrt auf Deutschland und Europa

Der deutsche Mittelstand setzt einer Unternehmensbefragung zufolge angesichts der erratischen Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump zunehmend auf den Heimatmarkt. "Um Abhängigkeiten zu vermindern, strebt der Mittelstand eine höhere Diversifizierung an", erklärte die DZ Bank, die mehr als tausend Inhaber und Geschäftsführer mittelständischer Firmen befragte. "Vor allem die stärkere Ausrichtung auf europäische Nachbarn und die Rückbesinnung auf den Heimatmarkt sollen dabei helfen."

EU-Kommission: Meta muss auf Whatsapp konkurrierende KI-Anbieter zulassen

Die EU-Kommission hat den Meta-Konzern angewiesen, in seiner Messenger-App Whatsapp neben dem hauseigenen Chatbot auch die KI-Anbieter der Konkurrenz zuzulassen. Die Kommission drohte Meta am Montag mit Konsequenzen, sollte der US-Konzern anderen Anbietern weiter den Zugang versperren. Kleinere Wettbewerber könnten durch den Ausschluss von Whatsapp aus dem Markt verdrängt werden, begründete die Kommission ihr Vorgehen. Meta wies die Forderungen zurück.

Justizministerin Hubig rechnet mit Mietrechtsreform noch in diesem Jahr

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) rechnet mit Änderungen im Mietrecht zum Schutz von Mieterinnen und Mietern noch in diesem Jahr. "Ich gehe schon davon aus, dass wir das auf jeden Fall in diesem Jahr durchhaben", sagte Hubig am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Wenn es gut laufe, sei ein Abschluss "bis zur Sommerpause" möglich.

Elektroindustrie verzeichnet deutliches Auftragsplus zum Jahresende

Die Unternehmen der deutschen Elektro- und Digitalindustrie haben zum Jahresende ein deutliches Auftragsplus verzeichnet. Im Dezember legten die Bestellungen um 17,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, wie der Branchenverband ZVEI am Montag mitteilte. Über das Gesamtjahr gingen damit demnach 6,0 Prozent mehr Bestellungen ein.

Textgröße ändern: