Pallade Veneta - Tarifverhandlungen bei der Bahn: GDL droht mit Abbruch der Gespräche und Streiks

Tarifverhandlungen bei der Bahn: GDL droht mit Abbruch der Gespräche und Streiks


Tarifverhandlungen bei der Bahn: GDL droht mit Abbruch der Gespräche und Streiks
Tarifverhandlungen bei der Bahn: GDL droht mit Abbruch der Gespräche und Streiks / Foto: John MACDOUGALL - AFP

In den Tarifverhandlungen der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL den Ton verschärft und mit dem Abbruch der Gespräche und folglich Streiks gedroht. "Wir kommen nicht so richtig vorwärts", sagte GDL-Chef Mario Reiß am Mittwoch in Berlin. "Es besteht die Gefahr, dass wir den Tariftisch verlassen." Das erste Angebot der Bahn hatte er am Dienstag bereits als unzureichend abgelehnt.

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Die DB hatte unter anderem eine Lohnerhöhung "von in Summe sechs Prozent" vorgeschlagen, allerdings bei einer Laufzeit von 30 Monaten. Für dieses Jahr bedeute dies lediglich 0,4 Prozent Steigerung, es brauche also Nachbesserungen, monierte Reiß. Die GDL fordert unter anderem acht Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten; darin enthalten ist eine Erhöhung der Zulagen. "Wir brauchen in dieser Woche ein bewertbares Ergebnis", ergänzte der Gewerkschafter am Mittwoch.

Die aktuellen Tarifverträge der Bahn mit der GDL waren am 31. Dezember 2025 ausgelaufen. Beide Seiten hatten schon im Vorfeld eine zweimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht vereinbart. Am Montag begannen sie ihre vierte Verhandlungsrunde. Die Gespräche sind für die ganze Woche bis einschließlich Freitag angesetzt. Für ab dem 23. Februar ist zudem bereits eine weitere Verhandlungsrunde angedacht.

Reiß stellte diesen weiteren Verhandlungstermin nun jedoch infrage. "Ich brauche die letzte Woche nicht, wenn ich bis dahin keine Ergebnisse habe", sagte er. "Es ist also offen, ob die Gespräche nach Freitag wie vereinbart weitergehen können." Die Friedenspflicht läuft bis Ende Februar, im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen sind ab März Streiks denkbar.

R.Zarlengo--PV

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