Pallade Veneta - Japan: Wirtschaftswachstum bleibt hinter Erwartungen zurück

Japan: Wirtschaftswachstum bleibt hinter Erwartungen zurück


Japan: Wirtschaftswachstum bleibt hinter Erwartungen zurück
Japan: Wirtschaftswachstum bleibt hinter Erwartungen zurück / Foto: STR - JIJI Press/AFP/Archiv

Das Wirtschaftswachstum Japans ist im letzten Quartal des Jahres 2025 hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit viertgrößten Volkswirtschaft stieg im vierten Quartal lediglich um 0,1 Prozent und verfehlte damit die erwarteten 0,4 Prozent, wie am Montag veröffentlichte offizielle Zahlen zeigten. Im Kalenderjahr 2025 wuchs Japans Wirtschaft demnach um 1,1 Prozent, nachdem sie 2024 um 0,2 Prozent geschrumpft war.

Textgröße ändern:

Zu dem Wachstum trugen Tokio zufolge Zunahmen beim privaten Konsum sowie bei privaten Wohnungs- und Unternehmensinvestitionen bei.

Das stagnierende Wachstum erhöht den Druck auf Japans Regierungschefin Sanae Takaichi, die Konjunktur nach ihrem jüngsten Erdrutschsieg bei den Parlamentswahlen anzukurbeln. Bei dem Urnengang vor einer Woche hatte Takaichis konservative Liberaldemokratische Partei (LDP) eine Zweidrittel-Mehrheit erreicht. Takaichi kündigte nach ihrem Wahltriumph an, für eine starke japanische Wirtschaft und solide Staatsfinanzen zu sorgen.

Die massiven staatlichen Ausgaben, die Takaichis Regierung bereits auf den Weg gebracht hat, haben für eine gewisse Nervosität auf den Finanzmärkten gesorgt. Mit einem Konjunkturpaket im Umfang von umgerechnet rund 117 Milliarden Euro soll die japanische Wirtschaft angekurbelt werden. Dabei liegt die Schuldenquote in Japan nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei weit über dem Doppelten der jährlichen Wirtschaftsleistung.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Rhein in den Niederlanden nahe deutscher Grenze mit historisch niedrigem Pegel

Wegen ausbleibenden Niederschlags hat der Wasserpegel des Rheins an der deutsch-niederländischen Grenze den niedrigsten jemals gemessenen Pegel erreicht. Am Messpunkt Lobith westlich von Emmerich in Nordrhein-Westfalen sei "noch nie" ein tieferer Wasserstand registriert worden, erklärte das niederländische Wasser- und Infrastrukturministerium am Donnerstag.

Atomstromproduktion in mehreren Ländern wegen niedriger Flusspegel unter Druck

Die Atomstromproduktion in mehreren europäischen Ländern ist wegen niedriger Pegelstände von Flüssen und deshalb fehlenden Kühlwassers stark unter Druck. In Rumänien sind zwei Reaktoren des Kraftwerks Cernavoda außer Betrieb, in Ungarn wurde die Leistung des Kernkraftwerks Paks gedrosselt. Auch in Frankreich wurden in dieser Woche Reaktoren wegen der hohen Temperaturen abgeschaltet.

Russland setzt Telegram-Chef Durow auf "Terroristen"-Liste

Russland hat den Chef des Onlinedienstes Telegram, Pawel Durow, auf eine schwarze Liste von "Terroristen und Extremisten" gesetzt. Der Name des 41-Jährigen war am Donnerstag in einem entsprechenden Register der russischen Finanzbehörde Rosfinmonitoring zu finden. Zur Begründung erklärte der russische Geheimdienst FSB, Telegram habe zugelassen, dass der ukrainische Geheimdienst die Plattform dazu nutzt, Russen für Angriffe auf die Infrastruktur zu gewinnen.

Ende des Tankrabatts: Inflation steigt im Juli auf voraussichtlich 2,8 Prozent

Die hohen Preise für Benzin und Diesel haben den Preisanstieg in Deutschland im Juli stark beschleunigt: Die Teuerung lag bei voraussichtlich 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Bis Juni hatte sich die Inflationsrate auf 2,3 Prozent verringert, ein gewichtiger Grund dafür war der staatliche Tankrabatt.

Textgröße ändern: