Pallade Veneta - Weniger Ausweiskontrollen sollen für weniger Gewalt in Zügen sorgen

Weniger Ausweiskontrollen sollen für weniger Gewalt in Zügen sorgen


Weniger Ausweiskontrollen sollen für weniger Gewalt in Zügen sorgen
Weniger Ausweiskontrollen sollen für weniger Gewalt in Zügen sorgen / Foto: Mathias HEINE - AFP

In der Debatte um eine verbesserte Sicherheit für Zugbegleiter machen sich Politiker und Polizeivertreter für weniger Ausweiskontrollen in Zügen stark. "Wir haben festgestellt, dass die Identitätskontrollen Auslöser für erhebliche Grundaggressivität sind", sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) dem "Handelsblatt". Das bestätigte der Chef der Polizeigewerkschaft GdP, Andreas Roßkopf. Er unterstütze daher die Idee, das Deutschlandticket einheitlich zu gestalten und mit einem Foto zu versehen.

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Diesen Vorschlag hatte am Sonntag der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) gemacht. "Wir haben ganz viele Deutschlandtickets, die unterschiedlich aussehen", sagte er im "Bericht aus Berlin" der ARD. Oft müssten Zugbegleiter deshalb nach einem Ausweis der Reisenden fragen, wodurch es zu "eskalierenden Momenten" komme. Ein einheitliches Deutschlandticket mit Foto könne diese Problematik lösen.

Polizistenvertreter Roßkopf sagte der "Rheinischen Post" vom Montag, dass "immer wieder die Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei zu diesem Personenabgleich hinzugezogen werden". Die Personalisierung insbesondere von Abo-Fahrkarten sei daher "sinnvoll".

Auslöser der Debatte war der Tod eines Zugbegleiters nach einem Angriff. Anfang Februar war der 36-Jährige von einem Schwarzfahrer in Rheinland-Pfalz lebensbedrohlich verletzt worden, er starb später im Krankenhaus. Die Tat hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Die Bahn entschied bereits, dass ab dem 1. März in den Regionalbahnen die verpflichtende Ausweiskontrolle im Rahmen der Ticketkontrolle entfällt. Eine Ausweiskontrolle liegt dann im Ermessen des prüfenden Mitarbeiters.

Zudem sollen alle Bahn-Beschäftigten mit Kundenkontakt im Regional- und Fernverkehr sowie an den Bahnhöfen mit Bodycams ausgestattet werden. Zusätzlich zu den bisher rund 4000 Bahn-Sicherheitskräften sollen 200 weitere Mitarbeiter bei DB Sicherheit eingestellt werden. Für alle Mitarbeitenden im Kundenbetrieb soll es einen Notfallknopf geben. Bundesverkehrsminister Schnieder schlug zudem vor, die Videoüberwachung im Bereich der Bahn auszuweiten und Bodycams anzuschaffen, die auch Ton aufnehmen.

M.Romero--PV

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