Pallade Veneta - SPD-Fraktion fordert Rücknahme des Zulassungsstops für Integrationskurse

SPD-Fraktion fordert Rücknahme des Zulassungsstops für Integrationskurse


SPD-Fraktion fordert Rücknahme des Zulassungsstops für Integrationskurse
SPD-Fraktion fordert Rücknahme des Zulassungsstops für Integrationskurse / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Die Kritik am teilweisen Stopp der Integrationskurse für Migrantinnen und Migranten reißt nicht ab. Die SPD-Bundestagsfraktion forderte Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) dazu auf, den verhängten Zulassungsstopp rasch zurückzunehmen: "Davon sind insbesondere auch Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine betroffen, das wäre integrations-, gesellschafts- und arbeitsmarktpolitisch eine falsche Entscheidung", sagte der innenpolitische Sprecher Sebastian Fiedler der "Augsburger Allgemeinen" vom Mittwoch.

Textgröße ändern:

"Die wichtige Sprachförderung darf nicht für die Menschen eingeschränkt werden, die sie am dringendsten benötigen und motiviert sind, sich in unsere Gesellschaft und unseren Arbeitsmarkt zu integrieren", fuhr der SPD-Politiker fort. Er bezog sich auch auf neue Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), wonach die Beschäftigungsquote ukrainischer Kriegsflüchtlinge auch dank der Sprachkurse inzwischen stark stiegen ist.

Integration und Teilhabe wirkten sich von Anfang an positiv auf den Arbeitsmarkt aus, fuhr Fiedler fort. "Daran müssen wir festhalten."

Anfang Februar war bekannt geworden, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) seit Ende November keine Berechtigungsscheine für eine freiwillige Teilnahme an den Kursen mehr ausstellt. Das Innenministerium will nach eigenen Angaben Geflüchtete mit dauerhafter Bleibeperspektive bei der Teilnahme bevorzugen.

Hintergrund sind demnach auch Einsparungen. Dem Ministerium zufolge kostet ein Kurs für jeden Teilnehmer mehrere Tausend Euro. Bereits erteilte Teilnahmezulassungen behalten aber ihre Gültigkeit.

Auch der Städte- und Gemeindebund kritisierte den Stopp deutlich und sprach von einem "vollkommen falschen Signal". Dieses Vorgehen "verringert die Chancen für die betroffenen Menschen und erschwert die Integration vor Ort insgesamt", sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger der Zeitung. Langfristige Integrationsperspektiven bei Spracherwerb und Arbeitsaufnahme sollten "nicht für kurzfristige Haushaltseinsparungen geopfert werden", sagte er. Die gesellschaftlichen Folgekosten könnten am Ende deutlich höher ausfallen.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Umfrage: Konsumlaune verdüstert sich - schlechte Aussichten für Weihnachtsgeschäft

Die Konsumlaune der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zufolge zuletzt verdüstert. Das HDE-Konsumbarometer sank von 94,70 Zählern im September auf 93,51 Punkte im Oktober, wie der Verband am Montag mitteilte. Das dämpfe die Hoffnung auf einen Aufschwung im letzten Quartal des Jahres, auch trübten sich "die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein".

Rekord: Anteil von E-Autos an Neuzulassungen steigt auf 34,5 Prozent

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken - und die staatliche E-Auto-Prämie sorgt für einen Extra-Schub: Der Marktanteil von Elektro-Pkw erreichte im September 34,5 Prozent und damit den höchsten Wert jemals. 100.000 Anträge für die Kaufprämie wurden bis Anfang Oktober bewilligt. Automarktexperte Constantin Gall kritisierte, für die Hersteller sei dieser Boom ein "echtes Dilemma" - sie könnten nicht abschätzen, ob er auch anhält.

Wohnungskrise in Spanien: Regierungschef Sánchez kündigt vorgezogene Neuwahlen an

Nach dem Scheitern seiner Pläne zur Bekämpfung der Wohnungskrise hat Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez vorgezogene Neuwahlen für den 29. November angekündigt. Um die Reformen voranzubringen, brauche er eine "deutlich breitere progressive Mehrheit" im Parlament, sagte der Sozialist am Montag in Madrid. "Ich habe beschlossen, noch heute Morgen eine außerordentliche Kabinettssitzung einzuberufen, um die Kammern aufzulösen und Parlamentswahlen auszurufen."

E-Auto-Boom im September: Anteil an Neuzulassungen steigt auf mehr als ein Drittel

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken: Mehr als jedes dritte neu zugelassene Auto war im September ein reiner Elektro-Pkw, der Anteil lag bei 34,5 Prozent, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg am Montag mitteilte. Das waren knapp 88.600 Autos. Beliebter waren wie auch in den Vormonaten nur Pkw mit Hybridantrieb: Davon wurden knapp 98.900 Pkw neu zugelassen, der Anteil erreichte 38,5 Prozent.

Textgröße ändern: