Pallade Veneta - Cyberangriffe auf die Bahn - BSI-Chefin sieht "unglaublich breitbandige Attacke"

Cyberangriffe auf die Bahn - BSI-Chefin sieht "unglaublich breitbandige Attacke"


Cyberangriffe auf die Bahn - BSI-Chefin sieht "unglaublich breitbandige Attacke"
Cyberangriffe auf die Bahn - BSI-Chefin sieht "unglaublich breitbandige Attacke" / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Die Deutsche Bahn ist Opfer eines massiven Cyberangriffs geworden, stundenlang waren die Auskunfts- und Buchungssysteme gestört. "Das Ausmaß ist erheblich", erklärte der Konzern. Der Angriff hatte demnach am Dienstag begonnen und hielt auch am Mittwoch weiter an. Im Laufe des Tages konnte die Bahn nach eigenen Angaben ihre Systeme aber stabilisieren.

Textgröße ändern:

Die Bahn hatte am Dienstagnachmittag erstmals über die Störungen der Auskunfts- und Buchungssysteme auf der Website und in der Navigator-App informiert. Am Abend hieß es dann, die Systeme liefen wieder weitgehend stabil. Am Mittwochmorgen kam es erneut zu Problemen, später nannte der Konzern einen Cyberangriff als Ursache.

"Die aktuelle Attacke ist gezielt auf die DB gerichtet und ist in Wellen erfolgt", erklärte das Unternehmen. Es habe sich um eine sogenannte DDoS-Attacke gehandelt. Bei einem DDoS-Angriff wird ein IT-System von einer Vielzahl von Stellen aus mit Anfragen regelrecht bombardiert, so dass es überlastet und schlimmstenfalls abstürzt. Viele dieser Angriffe gelten als eine Art digitaler Vandalismus.

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums wollte sich zu den bisherigen Ermittlungen nicht äußern. "Das ist jetzt ein sehr, sehr früher Zeitpunkt, um jetzt schon Ergebnisse von Aufklärung und Ermittlungen zu erwarten", sagte sie. Die Bahn arbeite unter anderem mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammen.

BSI-Chefin Claudia Plattner sprach von einer "unglaublich breitbandigen Attacke". Bei dem DDoS-Angriff seien Milliarden Anfragen pro Minute eingegangen und hätten die Server der Bahn teils lahmgelegt. Das sei ganz klar "die größere Kante, keine alltägliche Dimension", sagte sie dem WDR.

Die "Bild"-Zeitung berichtete unter Verweis auf ungenannte Quellen, russische Hacker steckten hinter dem Angriff. Spekulationen in diese Richtung kommentierte Plattner nicht, es sei jedoch richtig, dass derartige Cyberattacken in Deutschland seit dem russischen Angriff auf die Ukraine stark zugenommen hätten.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Samsung: Operativer Gewinn steigt um mehr als 1800 Prozent

Getrieben durch die weltweite Nachfrage nach Speicherchips für Künstliche Intelligenz hat der südkoreanische Technologiekonzern Samsung seinen Gewinn massiv steigern können. Im zweiten Quartal habe der operative Gewinn bei 89,49 Billionen Won (knapp 54 Milliarden Euro) gelegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dies sei ein Anstieg um 1813 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Deutsche Bahn stellt Halbjahreszahlen vor

Die Deutsche Bahn legt am Donnerstag (11.00 Uhr) ihre Bilanz für das erste Halbjahr vor. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung machte der bundeseigene Konzern erstmals seit sieben Jahren wieder einen Gewinn. Außerdem verzeichnete die Bahn demzufolge die höchsten Passagierzahlen seit der Corona-Pandemie.

"Bild": Deutsche Bahn macht erstmals seit sieben Jahren wieder Gewinn

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge erstmals seit sieben Jahren wieder Gewinn gemacht. Der Konzern habe in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich erzielt, berichtete "Bild" vor der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am Donnerstag. Außerdem verzeichnete die Bahn demzufolge die höchsten Passagierzahlen seit der Corona-Pandemie.

Nach BBC-Doku: Schauspieler Jared Leto weist Vorwürfe sexueller Gewalt zurück

Der Schauspieler Jared Leto hat neue Vorwürfe sexueller Gewalt und Belästigung zurückgewiesen. "Ich habe nie in meinem Leben sexuelle Gewalt gegen irgendjemanden ausgeübt", erklärte der 54-Jährige am Mittwoch in einer schriftlichen Stellungnahme, nachdem zehn Frauen in einer Dokumentation des Senders BBC Vorwürfe vorgebracht hatten. "Diese Anschuldigungen sind absolut und kategorisch falsch."

Textgröße ändern: