Pallade Veneta - Pentagon setzt KI-Unternehmen Anthropic Ultimatum für militärische Nutzung

Pentagon setzt KI-Unternehmen Anthropic Ultimatum für militärische Nutzung


Pentagon setzt KI-Unternehmen Anthropic Ultimatum für militärische Nutzung
Pentagon setzt KI-Unternehmen Anthropic Ultimatum für militärische Nutzung / Foto: JOEL SAGET - AFP/Archiv

Das Pentagon hat dem KI-Unternehmen Anthropic bis Freitag Zeit gegeben, einer uneingeschränkten militärischen Nutzung seiner Technologie zuzustimmen. Sollte das Unternehmen den Forderungen bis Freitag um 17.01 Uhr (Ortszeit, 23.00 Uhr MEZ) nicht eingewilligt haben, werde das Pentagon von dem Defense Production Act Gebrauch machen, erklärte ein ranghoher Pentagon-Vertreter am Dienstag. Das Gesetz aus den Zeiten des Kalten Krieges erlaubt es der US-Regierung, Unternehmen zu zwingen, den Bedürfnissen der nationalen Sicherheit Vorrang einzuräumen.

Textgröße ändern:

Das US-Unternehmen weigert sich bislang, seinen Chatbot Claude für die Massenüberwachung von US-Bürgern oder in vollautonomen Waffensystemen einsetzen zu lassen.

Der Geschäftsführer von Anthropic, Dario Amodei, traf am Dienstag den US-Verteidigungsminister Pete Hegseth persönlich im Pentagon. Dem Unternehmen zufolge brachte Amodei seine "Wertschätzung für die Arbeit des Ministeriums zum Ausdruck und dankte dem Minister für seinen Dienst". Anthropic erklärte, es habe "in gutem Glauben Gespräche über unsere Nutzungsrichtlinien geführt, um sicherzustellen, dass Anthropic die nationale Sicherheitsmission der Regierung weiterhin im Einklang mit dem unterstützen kann, was unsere Modelle zuverlässig und verantwortungsbewusst leisten können".

Nach dem Treffen mit Amodei gab das Pentagon das Ultimatum bekannt. Es drohte außerdem, Anthropic als Risiko für die Lieferkette einzustufen. Diese Bezeichnung ist üblicherweise Unternehmen aus mit den USA verfeindeten Staaten vorbehalten. Eine solche Einstufung könnte die Fähigkeit des Unternehmens, mit der US-Regierung zusammenzuarbeiten, sowie seinen Ruf schwer beschädigen.

Der hochrangige Pentagon-Vertreter wies Anthropics Bedenken gegen die militärische Nutzung seiner Technologie zurück. Das Pentagon habe stets im Rahmen des Gesetzes gehandelt, erklärte er.

Anthropic wurde 2021 von ehemaligen Mitarbeitern des KI-Unternehmens OpenAI gegründet. Während OpenAI mit seinem Chatbot ChatGPT der breiten Öffentlichkeit deutlich bekannter ist, zielt Anthropic mit Claude auf Programmierer und Unternehmen ab, denen unter anderem Datensicherheit wichtig ist.

M.Romero--PV

Empfohlen

Rekord: Anteil von E-Autos an Neuzulassungen steigt auf 34,5 Prozent

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken - und die staatliche E-Auto-Prämie sorgt für einen Extra-Schub: Der Marktanteil von Elektro-Pkw erreichte im September 34,5 Prozent und damit den höchsten Wert jemals. 100.000 Anträge für die Kaufprämie wurden bis Anfang Oktober bewilligt. Automarktexperte Constantin Gall kritisierte, für die Hersteller sei dieser Boom ein "echtes Dilemma" - sie könnten nicht abschätzen, ob er auch anhält.

Wohnungskrise in Spanien: Regierungschef Sánchez kündigt vorgezogene Neuwahlen an

Nach dem Scheitern seiner Pläne zur Bekämpfung der Wohnungskrise hat Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez vorgezogene Neuwahlen für den 29. November angekündigt. Um die Reformen voranzubringen, brauche er eine "deutlich breitere progressive Mehrheit" im Parlament, sagte der Sozialist am Montag in Madrid. "Ich habe beschlossen, noch heute Morgen eine außerordentliche Kabinettssitzung einzuberufen, um die Kammern aufzulösen und Parlamentswahlen auszurufen."

E-Auto-Boom im September: Anteil an Neuzulassungen steigt auf mehr als ein Drittel

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken: Mehr als jedes dritte neu zugelassene Auto war im September ein reiner Elektro-Pkw, der Anteil lag bei 34,5 Prozent, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg am Montag mitteilte. Das waren knapp 88.600 Autos. Beliebter waren wie auch in den Vormonaten nur Pkw mit Hybridantrieb: Davon wurden knapp 98.900 Pkw neu zugelassen, der Anteil erreichte 38,5 Prozent.

Galeria-Miteigentümer kritisiert Geschäftsführung für erneuten Insolvenzantrag

Der Miteigentümer der insolventen Kaufhauskette Galeria, Bernd Beetz, hat die Geschäftsführung des Unternehmens für den erneuten Insolvenzantrag kritisiert. Er halte die Insolvenz "grundsätzlich für vermeidbar", sagte Beetz der "Bild"-Zeitung vom Montag. "Die Gesellschafter haben Galeria in einer schwierigen Lage übernommen und viel Zeit, Energie und eigenes Kapital investiert, um dem Unternehmen eine Zukunft zu geben. Entscheidend wäre gewesen, die notwendige Transformation konsequenter und schneller umzusetzen."

Textgröße ändern: