Pallade Veneta - Aufwärtstrend am Bau: Starkes Auftragsplus im Jahr 2025

Aufwärtstrend am Bau: Starkes Auftragsplus im Jahr 2025


Aufwärtstrend am Bau: Starkes Auftragsplus im Jahr 2025
Aufwärtstrend am Bau: Starkes Auftragsplus im Jahr 2025 / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Nach Jahren der Krise geht es am Bau wieder aufwärts: Im vergangenen Jahr verzeichnete die Branche bei den Auftragseingängen ein deutliches Plus von fast sieben Prozent. Zudem stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe 2025 "erstmals seit 2020 wieder an", wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Damit ist die lange Zeit der Baurezession endlich vorbei", begrüßte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie die Entwicklung.

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Wie das Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden ausführte, stieg der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe 2025 preisbereinigt um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt gingen Aufträge im Umfang von 113,0 Milliarden Euro ein - nominal, also nicht preisbereinigt, 9,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Hochbau lag das Plus bei 7,5 Prozent - der erste Anstieg seit 2021. Besonders stark legte in diesem Segment der Wohnungsbau zu, allerdings "ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau", wie die Statistiker betonten. Der Auftragseingang im Tiefbau legte um 6,2 Prozent zu und erreichte ein neues Allzeithoch, maßgeblich wegen Großaufträgen vor allem bei der Bahnstreckensanierung und beim Ausbau der digitalen Infrastruktur.

Angesichts dieser Entwicklung wuchs auch der Umsatz im Bauhauptgewerbe und legte preisbereinigt um 2,4 Prozent zu. Und auch die Zahl der Beschäftigten stieg: In Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten arbeiteten 5800 mehr Menschen als im Vorjahr (plus 1,1 Prozent); insgesamt waren im Jahresdurchschnitt in den rund 9500 Betrieben mit mindestens 20 Beschäftigten 540.000 Menschen auf Baustellen tätig.

Während die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland insgesamt nur schleppend verlaufe, habe das Bauhauptgewerbe "ein insgesamt solides Jahr hinter sich", kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands ZDB, Felix Pakleppa, die Entwicklung. Dies sei "ein klares Signal, dass sich die Baubranche trotz vieler Hindernisse als einer der Stabilitätsanker der deutschen Wirtschaft weiter behaupten kann." Und das müsse sie auch, fügte er hinzu - "denn die drängenden Aufgaben von Wohnungsbau über Infrastruktur und Energiewende müssen gebaut werden."

Wachstumsimpulse für die Branche gab nach ZDB-Angaben unter anderem durch Großprojekte zum Umbau der Energieinfrastruktur, zur Sanierung der Schienenwege, zum Ausbau des ÖPNV und zum Breitbandausbau sowie auch aus dem Aufbau von Rechenzentren. Der Straßenbau dagegen sei "enttäuschend" verlaufen, zudem bleibe der Wohnungsbau "das Sorgenkind der Branche".

Für 2026 werde nun ein weiteres Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 2,5 Prozent erwartet. "Treiber der Entwicklung bleibt der Tiefbau, der nun zusätzliche Impulse aus dem Sondervermögen erhält", erklärte Pakleppa. Im Wohnungsbau sei "der Tiefpunkt der Nachfrage durchschritten", Baugenehmigungen und Order hätten "auf niedrigem Niveau wieder Fuß gefasst". Dies reiche aber noch nicht, um auf die benötigten gut 300.000 Wohnungen zu kommen, schränkte der ZDB-Hauptgeschäftsführer ein.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie begrüßte das erste Umsatzplus seit fünf Jahren am Mittwoch ebenfalls. "Um die Rückgänge der vergangenen Jahre auszugleichen, reicht es allerdings noch nicht, aber der Anfang ist gemacht", erklärte Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller.

R.Zaccone--PV

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