Pallade Veneta - Medienbericht: Stuttgart 21 verzögert sich um weitere Jahre

Medienbericht: Stuttgart 21 verzögert sich um weitere Jahre


Medienbericht: Stuttgart 21 verzögert sich um weitere Jahre
Medienbericht: Stuttgart 21 verzögert sich um weitere Jahre / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP

Die Fertigstellung des Bahnprojekts Stuttgart 21 verzögert sich einem Medienbericht zufolge um weitere Jahre. Der Tiefbahnhof und die weiteren Haltestellen und Strecken in der Stadt würden voraussichtlich erst 2029, eventuell auch erst 2030 fertig, berichtete der SWR am Donnerstag unter Verweis auf "Insider". Zuletzt war Ende 2026 für die Eröffnung anvisiert worden - bereits seit Ende vergangenen Jahres ist jedoch klar, dass dieser Termin nicht zu halten ist.

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Der ursprüngliche Zeitplan sah eine Inbetriebnahme bereits Ende 2019 vor, der Termin wurde jedoch immer wieder verschoben. Im Juli 2025 Jahres hatte die DB mitgeteilt, ab Dezember 2026 sollten der Fernverkehr und Teile des Regionalverkehrs über den neuen Bahnhof fahren. Ein Teil des Regionalverkehrs solle hingegen bis Sommer 2027 weiter zum alten oberirdischen Kopfbahnhof fahren.

Mitte November erklärte dann jedoch der Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU), die Bahn habe ihm mitgeteilt, dass sich der Zeitplan weiter um unbestimmte Zeit verzögern werden. Als Grund gelten unter anderem Probleme am sogenannten Digitalen Knoten Stuttgart - einem Pilotprojekt, mit dem die Leit- und Sicherungstechnik der Bahn im Großraum Stuttgart digitalisiert wird.

Dem SWR-Bericht zufolge führen Insider die Probleme vor allem auf Einsparungen im Digitalisierungsprogramm der Deutschen Bahn zugunsten von Sanierungsprojekten zurück. Dadurch sei sowohl bei der Bahn als auch bei dem mit dem Digitalen Knoten beauftragten japanischen Unternehmen Hitachi Personal abgebaut worden.

Auch fehlten wegen der stockenden Digitalisierung die Folgeaufträge. Dem Bericht zufolge haben die beteiligten Unternehmen deshalb schlicht keinen Anreiz mehr, am Pilotprojekt Stuttgart 21 eine neue digitale Zugtechnik zu entwickeln und einzubauen.

Auf AFP-Anfrage erklärte eine Bahn-Sprecherin, der Konzern äußere sich zu den "genannten Spekulationen" nicht. Derzeit werde an einem neuen "Inbetriebnahmekonzept" gearbeitet, das bis Mitte 2026 vorgestellt werden solle. Bahn-Chefin Evelyn Palla hatte wegen der erneuten Verzögerungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21 interne Untersuchungen angekündigt. Dabei soll auch die Arbeit von Hitachi überprüft werden.

T.Galgano--PV

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