Pallade Veneta - Bahnstrecke Dresden-Prag: Fortschritt bei Planung für Tunnel durch Erzgebirge

Bahnstrecke Dresden-Prag: Fortschritt bei Planung für Tunnel durch Erzgebirge


Bahnstrecke Dresden-Prag: Fortschritt bei Planung für Tunnel durch Erzgebirge
Bahnstrecke Dresden-Prag: Fortschritt bei Planung für Tunnel durch Erzgebirge / Foto: Daniel ROLAND - AFP

Die Planungen für den Bau eines Schienentunnels durch das Erzgebirge für eine neue Schnellbahnstrecke von Dresden nach Prag schreiten voran. Mit der Vorplanung sei die zweite Projektphase abgeschlossen worden, teilte das Bundesverkehrsministerium am Donnerstag mit. "Ich freue mich, dass wir nun das Ergebnis der Vorplanung für die Neubaustrecke Dresden-Prag dem Deutschen Bundestag vorstellen können", erklärte Staatssekretär Ulrich Lange (CSU). Auf tschechischer Seite wird das Projekt allerdings zunehmend infrage gestellt.

Textgröße ändern:

Die Deutsche und die Tschechische Bahn hatten im Jahr 2020 eine Vereinbarung für das Projekt unterzeichnet. Die Reisezeit zwischen der sächsischen und der tschechischen Hauptstadt soll demnach von bislang über zwei Stunden auf eine Stunde verkürzt werden. Von Berlin soll Prag künftig in zweieinhalb Stunden erreichbar sein.

Kern des Projekts ist auf deutscher Seite ein 30 Kilometer langer Tunnel durch das Erzgebirge. "Sofern der Deutsche Bundestag der Fortführung des Vorhabens zustimmt, kann nach Klärung der haushälterischen Voraussetzungen der im Entwurf vorliegende Staatsvertrag mit der Tschechischen Republik unterzeichnet werden", erklärte das Verkehrsministerium.

Der Großteil der Strecke und auch der größte Teil der geplanten Zeitersparnis liegen allerdings auf tschechischer Seite. Der Ausbau der Strecke von Prag nach Usti nad Labem nahe der Grenze soll die Fahrzeit von derzeit über 70 auf 30 Minuten verkürzen - doch die neue Regierung in Prag hält die Pläne der Vorgängerregierung für überambitioniert, wie Verkehrsminister Ivan Bednarik der ARD sagte. Tschechien könne sich dieses Projekt angesichts der Haushaltslage nicht leisten.

Die Bahn zielt mit dem geplanten Tunnel durch das Erzgebirge auch auf eine Entlastung der Strecke durch das Elbtal ab, die auch vom Güterverkehr intensiv genutzt wird. Der Bau könnte sich also unter Umständen auch ohne den Ausbau der Strecke auf tschechischer Seite lohnen.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Wohnungskrise in Spanien: Regierungschef Sánchez kündigt vorgezogene Neuwahlen an

Nach dem Scheitern seiner Pläne zur Bekämpfung der Wohnungskrise hat Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez vorgezogene Neuwahlen für den 29. November angekündigt. Um die Reformen voranzubringen, brauche er eine "deutlich breitere progressive Mehrheit" im Parlament, sagte der Sozialist am Montag in Madrid. "Ich habe beschlossen, noch heute Morgen eine außerordentliche Kabinettssitzung einzuberufen, um die Kammern aufzulösen und Parlamentswahlen auszurufen."

E-Auto-Boom im September: Anteil an Neuzulassungen steigt auf mehr als ein Drittel

Die hohen Spritpreise lassen offenbar viele Menschen in Deutschland umdenken: Mehr als jedes dritte neu zugelassene Auto war im September ein reiner Elektro-Pkw, der Anteil lag bei 34,5 Prozent, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg am Montag mitteilte. Das waren knapp 88.600 Autos. Beliebter waren wie auch in den Vormonaten nur Pkw mit Hybridantrieb: Davon wurden knapp 98.900 Pkw neu zugelassen, der Anteil erreichte 38,5 Prozent.

Galeria-Miteigentümer kritisiert Geschäftsführung für erneuten Insolvenzantrag

Der Miteigentümer der insolventen Kaufhauskette Galeria, Bernd Beetz, hat die Geschäftsführung des Unternehmens für den erneuten Insolvenzantrag kritisiert. Er halte die Insolvenz "grundsätzlich für vermeidbar", sagte Beetz der "Bild"-Zeitung vom Montag. "Die Gesellschafter haben Galeria in einer schwierigen Lage übernommen und viel Zeit, Energie und eigenes Kapital investiert, um dem Unternehmen eine Zukunft zu geben. Entscheidend wäre gewesen, die notwendige Transformation konsequenter und schneller umzusetzen."

E-Auto-Prämie: Rund 100.000 Anträge bewilligt

Mehr als vier Monate nach dem Start der neuen E-Auto-Prämie sind rund 100.000 Anträge auf die Förderung bewilligt worden. Das teilte das Bundesumweltministerium am Sonntag im Onlinedienst Instagram mit. Demnach fahren neun von zehn geförderten Autos batterieelektrisch. "Das Förderprogramm hat unsere Erwartungen weit übertroffen und jetzt schon 100.000 Haushalte dabei unterstützt, sich vor den hohen Spritpreisen zu schützen", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) der "Bild"-Zeitung von Montag.

Textgröße ändern: