Pallade Veneta - Onlinepetition für Social-Media-Verbot für Kinder erreicht 100.000 Unterschriften

Onlinepetition für Social-Media-Verbot für Kinder erreicht 100.000 Unterschriften


Onlinepetition für Social-Media-Verbot für Kinder erreicht 100.000 Unterschriften
Onlinepetition für Social-Media-Verbot für Kinder erreicht 100.000 Unterschriften / Foto: Nicolas TUCAT - AFP/Archiv

Eine Onlinepetition für ein gesetzliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren hat nach Angaben der Initiatoren innerhalb weniger Tage 100.000 Unterschriften erreicht. Jetzt sei die Bundesregierung gefragt, eine entsprechende gesetzliche Regelung auf den Weg zu bringen, erklärte der Urheber der Petition, Jan Weinhart, am Freitag in Hannover.

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Aktuell arbeitet eine von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) eingesetzte Expertenkommission an konkreten Handlungsempfehlungen zum "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt". Die Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen. Bei einem Parteitag am Wochenende beschloss die CDU, sich für ein Verbot von Social-Media-Netzwerken für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren einzusetzen. Die SPD-Bundestagsfraktion hatte zuvor in einem Positionspapier nach Alter abgestufte Regelungen für die Nutzung von Social-Media-Plattformen gefordert.

Auch die Initiatoren der Petition plädieren für ein Verbot und verweisen auf psychische Belastungen, die mit intensiver Social-Media-Nutzung verbunden seien. Studien stellten einen Zusammenhang zwischen intensiver Nutzung sozialer Medien und Depressions- und Angstsymptomen fest, betonte Weinhart.

Auch im aktuellen ZDF-"Politbarometer" sprach sich eine deutliche Mehrheit für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren aus. Laut der am Freitag veröffentlichen Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen äußerten sich 81 Prozent der Befragten dazu positiv, negativ lediglich 17 Prozent. Eine klare Zustimmung gab es quer durch alle Altersgruppe, am stärksten (84 Prozent) aber bei den 18- bis 34-Jährigen. Kinder und Jugendliche wurden nicht befragt.

P.Colombo--PV

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