Pallade Veneta - Maschinenbau ruft zu vorläufiger Anwendung von EU-Mercosur-Abkommen auf

Maschinenbau ruft zu vorläufiger Anwendung von EU-Mercosur-Abkommen auf


Maschinenbau ruft zu vorläufiger Anwendung von EU-Mercosur-Abkommen auf
Maschinenbau ruft zu vorläufiger Anwendung von EU-Mercosur-Abkommen auf / Foto: Luis ROBAYO - AFP

Nach der Ratifizierung des EU-Mercosur-Handelsabkommens durch Argentinien und Uruguay dringen die deutschen Maschinenbauer auf eine vorläufige Anwendung des Vertragswerk in der Europäischen Union. "Damit ist der Weg frei und die EU-Kommission sollte schnellstmöglich entscheiden, das Abkommen jetzt vorläufig anzuwenden", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), Thilo Brodtmann, am Freitag.

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Urugay und Argentinien hatten das Abkommen mit der EU am Donnerstag abgesegnet. Damit wäre eine vorläufige Anwendung - also vor der formalen Ratifizierung im Europaparlament - möglich, dies ist im Abkommen grundsätzlich so vorgesehen. Die EU-Kommission hat allerdings noch nicht entschieden, ob sie das Abkommen vorläufig in Kraft setzen will. Hintergrund sind Verzögerungen im Europaparlament: Die Abgeordneten haben das Abkommen zunächst dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) für eine juristische Prüfung vorgelegt, die mehrere Monate dauert.

Der exportstarke europäische Maschinen- und Anlagenbau profitiere "enorm von diesem Freihandelsabkommen", fuhr Brodtmann fort. "Wichtig ist vor allem der Abbau der Zölle, die aktuell die Exporte von Maschinen in die Mercosur-Länder um durchschnittlich elf Prozent verteuern."

Das Handelsabkommen der EU mit Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay soll eine der weltweit größten Freihandelszonen schaffen und die meisten Zölle auf beiden Seiten abschaffen. Während die Europäer unter anderem Autos und chemische Produkte über den Atlantik exportieren, liefern die Mercosur-Länder hauptsächlich landwirtschaftliche Erzeugnisse und Rohstoffe nach Europa.

S.Urciuoli--PV

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