Pallade Veneta - Honorare für Journalisten: AfD-Fraktion scheitert mit Klage vor Verfassungsgericht

Honorare für Journalisten: AfD-Fraktion scheitert mit Klage vor Verfassungsgericht


Honorare für Journalisten: AfD-Fraktion scheitert mit Klage vor Verfassungsgericht
Honorare für Journalisten: AfD-Fraktion scheitert mit Klage vor Verfassungsgericht / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Die AfD ist mit dem Versuch gescheitert, gerichtlich von der Bundesregierung eine genauere Antwort auf verschiedene Anfragen zu erzwingen. Das Bundesverfassungsgericht konnte eine mögliche Rechtsverletzung nicht nachvollziehen, wie es am Freitag in Karlsruhe mitteilte. In den Anfragen ging es um Honorare für Journalisten. (Az. 2 BvE 11/23)

Textgröße ändern:

Die AfD-Bundestagsfraktion richtete in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt vier Kleine Anfragen an die damalige Bundesregierung. Sie wollte wissen, ob Bundesministerien Honorare an Journalisten gezahlt haben. Dabei ging es zum Beispiel um Moderationen von Veranstaltungen als Nebenjob. Die Bundesregierung antwortete, verwies zunächst aber auf den Datenschutz und nannte keine Namen.

Später antwortete sie ausführlicher, veröffentlichte aber nicht alle Namen und Honorare einzeln. Die AfD-Fraktion wurde an die Geheimschutzstelle des Bundestags verwiesen. Dort konnte sie die Dokumente einsehen. Das sah die Fraktion als nicht ausreichend an. Die Anfragen seien nicht in einer Form beantwortet worden, die der Öffentlichkeit zugänglich sei, argumentierten die Abgeordneten. Sie seien in ihren Rechten verletzt worden.

Die AfD-Bundestagsfraktion wandte sich daher an das Bundesverfassungsgericht, wo ihr Antrag aber nun als unzulässig eingestuft wurde. Verlauf und Inhalt des komplexen Frage- und Antwortgeschehens ließen sich in dem Antrag nicht nachvollziehen und damit auch nicht die Möglichkeit einer Rechtsverletzung, erklärte nun das Gericht.

So lasse sich nicht erkennen, welche Antworten auf die dritte und vierte Kleine Anfrage öffentlich waren, welche als Verschlusssache eingestuft und welche weiterhin gar nicht gegeben wurden. Auch die Gründe, welche die Bundesregierung geltend gemacht habe, seien nicht ausgeführt. Außerdem werde nicht deutlich, dass die AfD auf die letzten Antworten reagiert und weiter öffentliche Antworten gefordert habe, bevor sie Klage in Karlsruhe erhob.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Bundesgerichtshof: Jahresentgelte für Riester-Bausparverträge unzulässig

Jahresentgelte für die Führung von Riester-Bausparverträgen sind unzulässig. Kunden würden so unangemessen benachteiligt, entschied am Dienstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Geklagt gegen die Landesbank Hessen-Thüringen hatten der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) und Verbraucherverbände. Laut vzbv können Betroffene nun Geld zurückverlangen. (Az. XI ZR 83/25)

Merz fordert "zwingend" hunderte Milliarden Euro Einsparungen beim EU-Haushalt

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat "zwingend" Einsparungen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro beim nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der Europäischen Union gefordert. Nötig sei ein Budgetentwurf "mit Kürzungen in allen Bereichen", sagte Merz am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem irischen Premierminister Micheal Martin in Dublin. Anlass des Besuchs war die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Irland am 1. Juli.

Coca-Cola meldet starkes Gewinnplus dank der Fußballweltmeisterschaft

Der US-Getränkekonzern Coca-Cola hat nach eigenen Angaben deutlich von der Fußballweltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko profitiert. Der Nettogewinn im zweiten Quartal legte im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf 4,42 Milliarden Dollar zu, wie Coca-Cola am Dienstag mitteilte. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 13,38 Milliarden Dollar (11,8 Milliarden Euro).

Frankreich: Neuer Nationaltrainer Zidane will gegen Rassismus im Fußball kämpfen

Der neue französische Nationaltrainer Zinédine Zidane hat den Kampf gegen Rassismus im Fußball zu einer seiner Prioritäten erklärt. "Wir müssen gegen Rassismus vorgehen - jeder auf seine Weise", sagte der 54-Jährige am Dienstag bei seiner Vorstellung als Chefcoach der französischen Fußball-Nationalmannschaft der Männer in Paris. Mitglieder des Teams waren in den vergangenen Jahren immer wieder rassistisch angefeindet worden.

Textgröße ändern: