Pallade Veneta - In jedem zehnten Haushalt verdient Frau mehr - Mütter noch seltener Hauptverdiener

In jedem zehnten Haushalt verdient Frau mehr - Mütter noch seltener Hauptverdiener


In jedem zehnten Haushalt verdient Frau mehr - Mütter noch seltener Hauptverdiener
In jedem zehnten Haushalt verdient Frau mehr - Mütter noch seltener Hauptverdiener / Foto: Vincenzo PINTO - AFP/Archiv

In nur knapp jedem zehnten heterosexuellen Paarhaushalt verdient die Frau mehr als der Mann. In knapp 56 Prozent der Haushalte ist der Mann Hauptverdiener, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. In gut 34 Prozent verdienen beide demnach in etwa gleich viel. Die Daten wurden 2025 erhoben.

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Den Angaben nach hat sich an diesem Verhältnis in den vergangenen Jahren wenig geändert. Im Jahr 2021 lag der Anteil der hauptverdienenden Frauen demnach bei etwas mehr als zehn Prozent. Der Anteil hauptverdienender Männer sank etwas stärker - um drei Prozentpunkte. Im vergangenen Jahr gab es also vor allem mehr Paare mit in etwa ausgeglichener Einkommenssituation als 2021.

Gibt es Kinder im Haushalt, sinkt der Anteil der Hauptverdienerinnen weiter - auf 7,7 Prozent. In knapp zwei von drei Paarhaushalten mit Kindern war dagegen der Mann der Haupteinkommensbezieher. Das liegt vor allem daran, dass Mütter häufig in Teilzeit arbeiten. "Bei den erwerbstätigen Männern ist es umgekehrt: Hier arbeiten Väter sogar seltener in Teilzeit", erklärte das Statistikamt.

Bettina Kohlrausch vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung verweist zudem auf den bereinigten Gender Pay Gap: Frauen verdienen auch bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit im Schnitt sechs Prozent weniger als Männer. "Die Gehaltsdifferenz ist zudem das Ergebnis einer ungleichen Verteilung von Sorgearbeit, die immer noch überwiegend von Frauen geleistet wird", erklärte sie. "Ein Ausbau der Kinderbetreuung würde hier helfen."

Z.Ottaviano--PV

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