Pallade Veneta - Österreicher Felbermayr soll neues Mitglied im Rat der Wirtschaftsweisen werden

Österreicher Felbermayr soll neues Mitglied im Rat der Wirtschaftsweisen werden


Österreicher Felbermayr soll neues Mitglied im Rat der Wirtschaftsweisen werden
Österreicher Felbermayr soll neues Mitglied im Rat der Wirtschaftsweisen werden / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Der österreichische Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Felbermayr soll neues Mitglied im Rat der Wirtschaftsweisen werden und die Ökonomin Ulrike Malmendier ersetzen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch auf Vorschlag von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), dem Bundespräsidenten die Berufung von Felbermayr vorzuschlagen, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Er ist Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung, davor war er Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft.

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Erst am Wochenende hatte der Sachverständigenrat Wirtschaft Medienberichte bestätigt, dass das Mandat von Malmendier nicht verlängert wurde. Der Rat erklärte, er nehme dies mit "Verwunderung" und "allergrößtem Bedauern" zur Kenntnis.

Wirtschaftsministerin Reiche erklärte am Mittwoch, mit Felbermayr gewinne der Sachverständigenrat einen ausgewiesenen Experten für Handelspolitik, Geoökonomie und europäische Integration. "Seine analytische Tiefe und internationale Erfahrung sind gerade in der aktuellen geopolitischen Lage von besonderer Bedeutung für die Arbeit des Sachverständigenrates."

Die Ministerin dankte Malmendier im Namen der gesamten Bundesregierung für ihren "außerordentlichen Einsatz" zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Sie habe "mit ihrer ausgewiesenen Expertise im Bereich der Unternehmensfinanzierung und Verhaltensökonomie sowie durch ihre internationale Perspektive wertvolle Beiträge im Sachverständigenrat geleistet und auf nationaler wie auf europäischer Ebene nachhaltige wirtschaftspolitische Impulse gesetzt".

Malmendier war während der Ampel-Regierung in das Beratungsgremium berufen worden. Sie übernahm im September 2022 den damals bereits seit längerem vakanten Posten des Ökonomen Lars Feld. Da sie damit in ein laufendes Mandat einstieg, endete ihre Amtszeit Ende Februar. Eigentlich werden die Mitglieder für fünf Jahre berufen.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung soll der Bundesregierung mit seinem Fachwissen eine wichtige Hilfestellung bei der Beurteilung der konjunkturellen Lage leisten. Der Sachverständigenrat erstellt Konjunkturprognosen und regelmäßige Gutachten zur Wirtschaftslage und bringt Vorschläge für Reformen ein. Weitere Mitglieder sind Veronika Grimm, Monika Schnitzer, Achim Truger und Martin Werding.

C.Grillo--PV

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