Pallade Veneta - Glyphosat-Klagen gegen Monsanto: US-Gericht billigt Milliarden-Vergleich

Glyphosat-Klagen gegen Monsanto: US-Gericht billigt Milliarden-Vergleich


Glyphosat-Klagen gegen Monsanto: US-Gericht billigt Milliarden-Vergleich
Glyphosat-Klagen gegen Monsanto: US-Gericht billigt Milliarden-Vergleich / Foto: Mark RALSTON - AFP/Archiv

Ein US-Gericht hat einen Sammelvergleich gebilligt, mit dem die Bayer-Tochter Monsanto Klagen um das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat beilegen will. Bayer begrüßte die vorläufige Genehmigung durch das Gericht im US-Bundesstaat Missouri am Mittwoch. "Das ist der erste wichtige Schritt für die Umsetzung des Sammelvergleichs", erklärte das Unternehmen in Leverkusen.

Textgröße ändern:

In einem nächsten Schritt sollen nun mögliche Teilnehmer über den Vergleich informiert werden. Sie hätten dann 90 Tage Zeit, die Vereinbarung abzulehnen oder mögliche Einwände bei Gericht vorzubringen, hieß es in der Erklärung weiter.

Bayer hatte die Einigung Mitte Februar verkündet. Im Rahmen des Sammelvergleichs will Monsanto über bis zu 21 Jahre insgesamt maximal 7,25 Milliarden US-Dollar (6,13 Milliarden Euro) auszahlen. Dafür sollten "sowohl anhängige als auch mögliche künftige Klagen" wegen des möglichen Krebs-Risikos durch Glyphosat beigelegt werden.

In den USA sind mehrere zehntausend Klagen gegen Monsanto wegen mutmaßlicher Gesundheitsschäden anhängig. Das Unternehmen verspricht sich durch den nun mit den Klägern vereinbarten Vergleich eine Entlastung und mehr Planungssicherheit - ein "Schuldeingeständnis" sei damit nicht verbunden, hatte Bayer betont.

Nach Bekanntwerden des Vergleichs hatte US-Präsident Donald Trump Glyphosat als unverzichtbar für die Ernährungssicherheit der USA eingestuft. Der Verordnung zufolge kann die US-Regierung die Produktion von Glyphosat künftig anordnen. Im Gegenzug wird dem Hersteller besonderer Schutz zugesagt.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

EU-Handelsabkommen mit Australien vor dem Abschluss - Industrie will Rohstoffe

Lithium, Kobalt, Wasserstoff: Ein EU-Handelsabkommen mit Australien soll der europäischen Wirtschaft den Zugang zu Rohstoffen sichern. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Handelskommissar Maros Sefcovic trafen am Montag für letzte Verhandlungen in Australien ein, sie wollen dort den Handelsvertrag unterzeichnen. Ein anderes Abkommen - mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten - tritt ab dem 1. Mai vorläufig in Kraft. Die deutsche Wirtschaft erhofft sich von beiden Abkommen Exportgewinne.

Ölpreis sinkt drastisch - Europas Börsen nach Trump-Ankündigung wieder im Plus

Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, iranische Energieanlagen vorerst nicht zu bombardieren, ist der Ölpreis drastisch gesunken. Der Preis sackte gegen Montagmittag um mehr als 14 Prozent ab. Die europäischen Börsen reagierten darauf mit massiven Kursgewinnen, der deutsche Aktienindex (Dax) machte seine Verluste seit Handelsbeginn wett und lag plötzlich fast zwei Prozent im Plus.

Apothekenpleiten auf höchstem Stand seit 2008 - Branche aber vergleichsweise stabil

Die Zahl der Apothekenpleiten hat einer Auswertung zufolge im vergangenen Jahr ihren höchsten Stand seit 2008 erreicht. 2025 seien 44 Apotheken insolvent gegangen, erklärte die Wirtschaftsauskunftei Crif am Montag. Lange sei die Zahl der Insolvenzen weitgehend stabil oder rückläufig geblieben, ab 2023 habe sich die Lage jedoch deutlich verändert: Damals verzeichnete die Branche 19 Insolvenzen, im Folgejahr 2024 waren es 40.

Abkommen mit Australien: Von der Leyen will Rohstoffe für Unternehmen sichern

Lithium, Kobalt, Tantal: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat europäischen Unternehmen eine bessere Versorgung mit Rohstoffen durch ein Handelsabkommen mit Australien versprochen. "Das Freihandelsabkommen trägt dazu bei, den Zugang zu diesen wichtigen Rohstoffen zu sichern", schrieb von der Leyen in einem am Montag veröffentlichten Gastbeitrag in mehreren europäischen Zeitungen. Sie könnte das Abkommen in den kommenden Tagen unterzeichnen.

Textgröße ändern: