Pallade Veneta - Greenpeace: Shein verkauft weiter mit gefährlichen Chemikalien belastete Kleidung

Greenpeace: Shein verkauft weiter mit gefährlichen Chemikalien belastete Kleidung


Greenpeace: Shein verkauft weiter mit gefährlichen Chemikalien belastete Kleidung
Greenpeace: Shein verkauft weiter mit gefährlichen Chemikalien belastete Kleidung / Foto: Julie SEBADELHA - AFP/Archiv

Der asiatische Billig-Modehändler Shein bietet auf seiner Plattform nach Recherchen von Greenpeace weiterhin Kleidung an, die mit gefährlichen Chemikalien belastet ist. Eine Untersuchung des Bremer Umweltinstituts im Januar habe ergeben, dass viele der auf der Online-Plattform angebotenen Kleidungsstücke nach wie vor die Grenzwerte der europäische Chemikalienverordnung überschritten, erklärten die Umweltschützer am Donnerstag.

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Greenpeace hatte den Angaben nach bereits im November eine Reihe von mit gefährlichen Chemikalien belasteten Produkten von Shein gefunden. Das Unternehmen habe daraufhin angekündigt, die betroffenen Artikel vom Markt zu nehmen. Im Januar seien dann identische oder sehr ähnliche Produkte wie im November untersucht worden - mit sehr ähnlichen Ergebnissen, erklärte Greenpeace. Tatsächlich habe Shein lediglich beanstandete Produktnummern entfernt.

In einigen Fällen seien die beanstandeten Produkte schlicht nicht aus dem Sortiment genommen worden. So werde eine mit Chemikalien belastete Outdoor-Jacke weiterhin vom selben Händler auf der Plattform angeboten, erklärte Greenpeace. Oder es blieben sehr ähnliche Produkte im Sortiment: Etwa Sandalen, mit chemisch belasteten Fußbetten. Laut Greenpeace nahm Shein lediglich eine Farbvariante aus dem Sortiment. In neun anderen Farben sind die Sandalen weiterhin erhältlich.

"Sheins Dreistigkeit ist erschütternd", erklärte Moritz Jäger-Roschko von Greenpeace. "Shein ignoriert unsere Warnungen sowie gesetzliche Grenzwerte und nimmt Schäden für Mensch und Umwelt billigend in Kauf. Dieses Verhalten ist grob fahrlässig."

Die Onlineplattform war 2012 in China gegründet worden, hat ihren Sitz inzwischen aber in Singapur. Am Geschäftsmodell des Unternehmens gibt es schon lange Kritik. Im November war Shein dann in Frankreich wegen des Verkaufs von Sexpuppen mit kindlichen Zügen massiv unter Druck geraten. Im Januar leitete auch die EU-Kommission Ermittlungen im Rahmen des EU-Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) gegen Shein ein. Mit dem Gesetz nimmt die EU große Internetplattformen in die Pflicht, verbotene Inhalte zu entfernen.

T.Galgano--PV

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