Pallade Veneta - Axel-Springer-Verlag kauft britische Zeitung "The Telegraph"

Axel-Springer-Verlag kauft britische Zeitung "The Telegraph"


Axel-Springer-Verlag kauft britische Zeitung "The Telegraph"
Axel-Springer-Verlag kauft britische Zeitung "The Telegraph" / Foto: Richard A. Brooks - AFP

Der Axel-Springer-Verlag übernimmt die britische Zeitung "The Telegraph". Das Berliner Unternehmen erklärte am Freitag, eine Vereinbarung über den Kauf der Telegraph Media Group (TMG) zum Preis von 575 Millionen Pfund (662,4 Millionen Euro) erzielt zu haben. Ziel sei es nun, den 170 Jahre alten "Telegraph" zum "meistgelesenen und intellektuell inspirierenden, bürgerlich-konservativen Medium der englischsprachigen Welt zu machen", erklärte Springer-Chef Mathias Döpfner.

Textgröße ändern:

Demnach soll die TMG gezielt in den US-Markt expandieren. Dabei werde das britische Unternehmen von der "umfassenden Expertise" der Springer-Titel Politico und Business Insider profitieren.

"Die Transaktion eröffnet aus Sicht beider Parteien große Chancen", erklärte Axel Springer. "Sie bewahrt die Integrität einer traditionsreichen Medienmarke und schafft zugleich eine starke Basis für Wachstum und Expansion in weitere geografische Märkte - bei gleichzeitig klarem Bekenntnis zu hochwertigem, unabhängigem Journalismus und Medienvielfalt im Vereinigten Königreich."

Der "Telegraph" gehört derzeit Redbird IMI, einem Joint Venture des US-Investmentunternehmen Redbird und des Medieninvestitionsfonds von Abu Dhabi (IMI). Der Konzern begrüßte die "zügigen und effizienten Verhandlungen" und zeigte sich "überzeugt, dass Axel Springer gut positioniert ist, um den Telegraph in sein nächstes Kapitel zu führen". Nun werde eng mit den britischen Behörden zusammengearbeitet, "um die erforderlichen Genehmigungen für den Abschluss dieser Transaktion zu erhalten".

Im November erst hatte der Eigentümer des Boulevardblatts "Daily Mail", der DMGT-Konzern, eine Vereinbarung mit Redbird IMI über den Kauf des "Telegraphs" geschlossen. Demnach wollte DMGT die Zeitung für 500 Millionen Pfund (rund 577 Millionen Euro kaufen). Die britische Regierung jedoch eröffnete eine Untersuchung des vereinbarten Kaufs und begründete dies mit Wettbewerbsbedenken.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Apothekenpleiten auf höchstem Stand seit 2008 - Branche aber vergleichsweise stabil

Die Zahl der Apothekenpleiten hat einer Auswertung zufolge im vergangenen Jahr ihren höchsten Stand seit 2008 erreicht. 2025 seien 44 Apotheken insolvent gegangen, erklärte die Wirtschaftsauskunftei Crif am Montag. Lange sei die Zahl der Insolvenzen weitgehend stabil oder rückläufig geblieben, ab 2023 habe sich die Lage jedoch deutlich verändert: Damals verzeichnete die Branche 19 Insolvenzen, im Folgejahr 2024 waren es 40.

Abkommen mit Australien: Von der Leyen will Rohstoffe für Unternehmen sichern

Lithium, Kobalt, Tantal: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat europäischen Unternehmen eine bessere Versorgung mit Rohstoffen durch ein Handelsabkommen mit Australien versprochen. "Das Freihandelsabkommen trägt dazu bei, den Zugang zu diesen wichtigen Rohstoffen zu sichern", schrieb von der Leyen in einem am Montag veröffentlichten Gastbeitrag in mehreren europäischen Zeitungen. Sie könnte das Abkommen in den kommenden Tagen unterzeichnen.

Einzelhandel geht von 4900 Ladenschließungen in diesem Jahr aus

Der deutsche Einzelhandel rechnet in diesem Jahr mit 4900 Ladenschließungen. Die Zahl der Geschäfte sinkt einer Prognose des Handelsverband Deutschland (HDE) zufolge bis Ende 2026 auf 296.600, wie der Verband am Montag mitteilte. Vor zehn Jahren waren es demnach noch 366.800 Läden. "So kann und darf es nicht weitergehen", erklärte HDE-Präsident Alexander von Preen. Schon jetzt litten viele Stadtzentren sichtlich unter Leerständen.

Erntemenge und Anbaufläche von Spargel in Deutschland rückläufig

In Deutschland wird immer weniger Spargel angebaut und geerntet. Im vergangenen Jahr ging die Ernte im Vorjahresvergleich um 3,9 Prozent auf 103.900 Tonnen Spargel zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Im Vergleich zu 2015 betrug der Rückgang 8,5 Prozent. Die Anbaufläche reduzierte sich in den vergangenen zehn Jahren um 12,5 Prozent auf 25.700 Hektar.

Textgröße ändern: